Bei einer Beschneidung wird die Vorhaut des Mannes entweder ganz oder teilweise entfernt. Allgemein ist die Beschneidung ein sehr umstrittenes Thema, und die Vor- und Nachteile liegen nicht klar auf der Hand. Hier ein kleiner Fakten-Check:

Unterschied beim Sex

Viele behaupten, dass beschnittene Männer im Bett länger durchhalten. Argumentiert wird oft damit, dass die Eichel – nachdem sie ja freiliegt – weniger empfindlich ist. Der Penis von beschnittenen Männern soll also „abgehärtet“ sein. Belege gibt es für diese Aussagen allerdings keine. Ganz im Gegenteil, die meisten Männer merken nach einer Beschneidung keinen Unterschied in ihrem Sexualleben. Der einzig offensichtliche Unterschied zwischen beschnitten und unbeschnitten bleibt also der optische.

Die Gründe für eine Beschneidung

Für eine Beschneidung kann es entweder kulturelle oder medizinische Gründe geben. Wenn der Mann an einer Vorhautverengung leidet, kann es beim Geschlechtsverkehr oder Wasserlassen zu Schmerzen kommen. Dann wird eine Beschneidung medizinisch notwendig. In vielen Kulturen werden Jungen aber beschnitten, egal ob medizinisch notwendig oder nicht. Im Judentum ist es üblich, ein männliches Baby schon am achten Tag nach der Geburt zu beschneiden. Unter Moslems hingegen ist es Brauch, die Prozedur im Volksschulalter durchzuführen.

Ist ein beschnittener Penis wirklich hygienischer?

Oft wird als Grund für eine Beschneidung auch der Punkt Hygiene genannt.  Dadurch, dass die Vorhaut nicht mehr da ist, können sich darin keine Bakterien ansammeln. Ob sich eine Beschneidung auch auf die Übertragung von sexuell übertragbaren Krankheiten auswirkt, ist umstritten. Klar ist allerdings, beschnitten oder nicht, wer sich ab und zu wäscht ist klar im Vorteil. Peniskäse wollen wir nämlich alle nicht.