Während der Periode

Wenn der Zyklus mit dem ersten Tag der Periode beginnt, setzt auch die Blutung ein. In diesen Tagen sinkt meist auch die sportliche Motivation in den Keller. Aber: Es gibt keinen medizinischen Grund während der Regel die Trainingssachen links liegen zu lassen. Ganz im Gegenteil. Man kann grundsätzlich jede Sportart ausüben, die man zu anderen Zeitpunkten des Zyklus praktiziert.

Wer sich an den ersten Tagen der Blutung nicht ganz fit oder etwas schlapp fühlt und unter Krämpfen leidet, der kann jedoch getrost auf lange Cardio-Sessions und Dauerläufe verzichten und statt Ausdauer auf Yoga, Radfahren oder Schwimmen setzen.

In der Woche nach der Periode

Ist die Regelblutung vorüber, steigen auch automatisch die Testosteron- und Östrogenwerte im Körper an. Da das Testosteron im Organismus für die Bildung von Muskelgewebe verantwortlich ist und Östrogen das Bindegewebe zwischen Muskel und Knochen festigt, ist nun der ideale Zeitpunkt, um sportlich durchzustarten.

Da hormonelle Verhütungsmethoden die Hormonlevel im Körper beeinflussen können, ist dieser Effekt womöglich nicht derart stark ausgeprägt, wenn man beispielsweise die Anti-Baby-Pille einnimmt. In dieser Phase des Zyklus bietet es sich an sportlich an seine Grenzen zu gehen. High-Intensity-Training, Intervall-Training, Cardio-Workout, Rudern, Aerobic – alles, was den Kreislauf in Schwung und die Fettverbrennung in Gang bringt, ist optimal!

In der dritten Woche des Zyklus

Nach 14 Tagen sinkt der Östrogen-Spiegel drastisch – und das wirkt sich wiederum auf unser allgemeines Energie-Level aus. Sportliche Motivation suchen viele Frauen in diesen Tagen vergebens. Zudem können halbherzig ausgeführte Trainings-Einheiten Verletzungen begünstigen. Um Zerrungen und Co. zu vermeiden, sollte man in diesem Zeitraum lieber auf Gymnastik, Dehnungsübungen oder Pilates setzen und Sportarten mit hoher Belastungsspanne auslassen.

In der Woche vor der Periode

Kurz vor Einsetzen der Regelblutung tickt jede Frau anders. Häufige PMS-Symptome wie beispielsweise Stimmungsschwankungen, sensible Brüste, Aufgeblähtheit und Wasseransammlungen in den Gliedmaßen können die körperliche Performance während dieser Tage deutlich mindern. Zudem stiegt die Körpertemperatur kurz vor der Periode um bis zu ein Grad Celsius an – und das führt wiederum dazu, dass man leichter und schneller ins Schwitzen gerät.

Ironischerweise sollte man dennoch die Trainingsschuhe schnüren und gegen den sportlichen Unmut ankämpfen. Denn: Nicht bekämpft schlechte Laune so gut wie ein Endorphin-Rausch nach dem Sport. Plus: Der Wasserstau im Körper kann durchs Schwitzen gemindert werden.

Sportarten, die den Herzfrequenz in die Höhe treiben, den Kreislauf jedoch nicht allzu stark belasten (Power-Yoga oder Radfahren) tun dem Körper in dieser Zyklus-Phase gut.