Man kann über 2016 sagen, was man will, aber es war auf jeden Fall ein bewegtes Jahr, mit unzähligen Aha-, Wow- und Schock-Momenten. Ein neuer US-Präsident, mit dem niemand gerechnet hätte, zahlreiche Tode von großen Legenden im Musik und Film-Business und unerwartete Trennungen heiß geliebter Hollywood-Paare. 2016 überraschte die Welt mit einigen unerwarteten Offenbarungen. 

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1. Psychische Erkrankungen:

Lady Gaga sprach 2016 erstmals über ihre posttraumatische Belastungsstörung (PSD), mit der sie laut eigenen Angaben seit vielen Jahren zu kämpfen hat. Mit diesem Geständnis machte die Sängerin außerdem ihre Vergewaltigung im Alter von 19 Jahren zu einem öffentlich diskutierten Thema – vor allem um Opfern sexueller und seelischer Gewalt zu helfen, ebenfalls frei über ihre Erlebnisse und die daraus resultierenden Ängste und Störungen zu sprechen.

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Demi Lovato, Amanda Seyfried, Zayn Malik, Kristen Bell und Miranda Kerr waren nur einige jener Promis, die im vergangenen Jahr erstmals öffentlich über ihre mentalen Erkrankungen sprachen. Auch Schwangerschafts-Depressionen wurden 2016 so offen diskutiert, wie noch nie zuvor. Adele und Hayden Panettiere erzählten in mehreren Interviews von ihren Problemen nach der Geburt. 

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Ein von Hayden Panettiere (@haydenpanettier) gepostetes Foto am

Am meisten hat aber wohl Carrie Fisher, deren dramatischer Tod durch einen plötzlichen Herzinfarkt die Welt bewegte, zum Thema psychische Gesundheit beigetragen. Die Schauspielerin, die durch ihre Rolle als Prinzessin Leia in Star Wars berühmt wurde, setzte sich jahrzehntelang für Menschen mit psychischen Problemen ein.

Fisher, die selbst unter einer bipolaren Störung litt, beantwortete im Laufe der Jahre hunderte Briefe von Menschen, die sie um Rat fragten und sprach stets offen und humorvoll über ihre Krankheit und über Wege, damit fertig zu werden. Das unermüdliche Engagement der Schauspielerin hat besonders nach ihrem Tod am Ende des Jahres erneut für große Begeisterung gesorgt.

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2. Physische Erkrankungen:

Auch körperliche Erkrankungen wurden 2016 vor allem in den sozialen Medien immer präsenter. So ließ (und lässt) etwa „Charmed“-Star Shannen Doherty ihre Instagram-Fan-Gemeinde live an ihrem Kampf gegen den Krebs teilhaben. Immer wieder teilt die Schauspielerin Bilder und berichtet ehrlich von Fortschritten und Rückschlägen. 

Die Krebserkrankung von Michael Bublés 3-jährigem Sohn war ebenfalls ein großes Thema in den Social-Media-Netzwerken, und auch Selena Gomez sprach erstmals über ihr Leben mit Lupus, einer Autoimmunkrankheit, die zu zahlreichen verschiedenen Beschwerden (wie auch Depressionen) führen kann.

KL, from the car

Ein von Selena Gomez (@selenagomez) gepostetes Foto am

3. Sexuelle Outings:

Sexuelle Orientierungen standen 2016 auch immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens: So sprach etwa Miley Cyrus erstmals offen über ihre Pansexualität und offenbarte damit, dass sie bei der Partnerwahl kein bestimmtes Geschlecht bevorzugt.

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Kristen Stewart sprach letztes Jahr ebenfalls in einem Interview darüber, dass sie sich keiner fixen sexuellen Orientierung zuteilen möchte. Der „Twilight“-Star, der einige Zeit mit ihrem Kollegen Robert Pattinson liiert war, zeigte sich 2016 erstmals öffentlich mit einer Frau an ihrer Seite.

Und auch „Grey’s Anatomy“-Star Sara Ramirez, die auch in der Serie eine lesbische Ärztin spielt, hat 2016 zum ersten Mal öffentlich über ihre Bisexualität gesprochen. 

4. Politische Outings: 

Das Jahr 2016 war auch das erste Jahr der Menschheitsgeschichte, in dem politische Wahlkämpfe zu einem großen Teil auch über soziale Medien ausgerichtet wurden. So kam es via Twitter, Facebook und Instagram auch zu zahlreichen politischen Bekenntnissen von Stars und Sternchen. Und dabei stand ein Mann das ganze Jahr über im Mittelpunkt des Geschehens: Donald Trump.

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Und dieser Herr hat, wie wir wissen, beim Großteil der Promi-Welt keinen besonders guten Eindruck hinterlassen. Miley Cyrus verkündete etwa: „Wenn das mein Präsident wird, dann wandere ich aus!“, Jennifer Lawrence wetterte: „Falls Donald Trump Präsident wird, bedeutet dies das Ende der Welt!“, und Seth Rogan nannte Donald einen verlogenen Haufen Sch….!„. Am berührendsten war mit Sicherheit Meryl Streeps Rede bei den Golden Globes, bei der sie den zukünftigen Präsidenten der USA scharf kritisierte (auch wenn dieser Moment genau genommen schon zu den Highlights des Jahres 2017 zählt). 

Auf der Seite des rechten Politikers tummelt sich hingegen deutlich weniger Prominenz. Zu seinen bekennenden Anhängern zählen etwa Kid Rock, Mike Tyson und Hulk Hogan

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5. Gewalt gegen Frauen

Auch das Thema körperliche und psychische Gewalt gegen Frauen wurde im Jahr 2016 heiß diskutiert. Spätestens nachdem Amber Heard Ex-Mann Johnny Depp öffentlich beschuldigte, sie jahrelang misshandelt zu haben, wurde eine Solidaritätswelle für Frauen in Gewalt-Beziehungen ausgelöst. 

Auch zahlreiche Vergewaltigungs-Vorwürfe dominierten die Medienlandschaft. So beschuldigte etwa Sängerin Kesha ihren Manager, sie vergewaltigt und erpresst zu haben, die deutsche Skandal-Nudel Gina Lisa ging wegen eines Sex-Videos und einer angeblichen Nötigung ihrerseits vor Gericht und auch Pamela Anderson, Lady Gaga und Madonna sprachen (erneut) öffentlich über ihre traumatischen Erfahrungen mit Vergewaltigungen.