Beim Finale der elften Staffel von Germany’s Next Topmodel geht es für Heidi Klums Laufstegnachwuchs ab nach Spanien. „Wir werden in diesem Jahr im Sinne der neuen Staffel auch da was Neues probieren: Wir werden uns des Daches entledigen“, sagte ProSieben-Chef Daniel Rosemann am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Erstmals sei ein Open-Air-Event geplant, das Live übertragen werden soll.

Sowohl die zwölf in Berlin anwesenden Kandidatinnen als auch Topmodel-Juror Michael Michalsky zeigten sich einhellig angetan von der Standortentscheidung.

Nacktshooting löste Diskussionen aus

Für kontroverse Standpunkte sorgte jedoch das Nacktshooting in der Sendung vom Donnerstag vergangener Woche.

Das stand bei der Ausstrahlung am Donnerstag unter dem Motto Nackt im Dschungel. Aus religiösen Gründen weigerte sich die 20-jährige Fata, ohne Kleidung vor der Kamera zu posieren. „Ich weiß im Modelleben ist das so, man wird das irgendwann mal machen, aber für mich war das der falsche Zeitpunkt“, sagte die 20-Jährige. Von der Topmodel-Chefin Klum Jury gab es dafür prompt Rückendeckung – Juror Michalsky zeigte sich im Nachhinein aber verwundert.

„Ehrlich gesagt hätte ich es nicht erwartet, weil ja jeder weiß, worauf er sich einlässt“, sagte der Designer. Zwar habe er sehr viel Respekt vor Menschen mit Prinzipien, „ob diese dann in der richtigen Branche sind oder nicht, das muss man dann mal sehen.“ „Natürlich macht man sich damit Türen zu.“

„Erfolgreichste erste Staffelhälfte seit fünf Jahren“

Egal ob mit oder ohne Kleidung – für ProSieben scheint das Konzept bisher aufzugehen. „Wir haben die erfolgreichste erste Staffelhälfte seit fünf Jahren“, sagte ProSieben-Chef Rosemann. Mit einem Marktanteil von 17,1 Prozent beim Publikum zwischen 14 und 49 Jahren liege die Show in den ersten sieben Folgen zwei Prozentpunkte über dem Vorjahr. Die sei nicht zuletzt dem frischem Konzept mit neuen Juroren und neuen Regeln geschuldet.

Details bleiben geheim

Auch die nächsten Wochen seien voll mit Shootingideen und Catwalkideen, die man so noch nicht gesehen habe. Wo genau das Finale, das live übertragen werden soll, stattfindet, gab er nicht preis. Der genaue Zeitpunkt werde wie in den Vorjahren erst sechs Wochen vorher bekannt gegeben werden. Im vergangenen Jahr wurde die Direktübertragung aus Mannheim wegen einer Bombendrohung abgebrochen, die Finalshow wurde in den USA neu angesetzt und als Aufzeichnung in Deutschland gezeigt.

Tipps auf die Favoritin sickerten nicht durch – Michalsky, der in seinem Team derzeit noch fünf und damit zwei Mädchen weniger hat als sein Jury-Konkurrent Thomas Hayo, zeigte sich optimistisch: „Quantität ist ja nicht Qualität.“

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