Der Horrorclown: Diese kontroverse Szene wurde bei der "ES"-Neuverfilmung bewusst weggelassen

Die wohl kontroverseste und verstörendste Buchszene aus Stephen King's Roman wurde nicht nur in der momentanen Neuverfilmung, sondern auch schon beim ersten Film bewusst nicht gefilmt. Nun äußerte sich Stephen King selbst dazu.

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Homepage13.09.2017 | 15:23 juba(miss)

Achtung!! Wer die erste Verfilmung noch nicht gesehen hat und nicht gespoilert werden will: Nicht weiterlesen!

 

Die ziemlich kritisierte Szene:

Die Szene spielt, nachdem der Losers Club den Clown Pennywise besiegt hat und die Jugendlichen sich danach in der Kanalisation verlaufen. Damit die Freunde sich nicht verlieren und den Weg zurückfinden, kommt das Mädchen aus der Gruppe auf die Idee, Sex mit den sechs Jungs zu haben. Dank dieser interessanten Aktion erinnern sich die Jugendlichen wieder an den Weg und kommen aus der Kanalisation frei. Ziemlich seltsam...

Szene sorgte bereits nach Stephen Kings Roman-Veröffentlichung im Jahr 1986 für Aufsehen

Bei der Szene handelt es sich also ganz objektiv gesehen um einen Gang Bang mit Kindern... Damit erübrigt es sich zu sagen, wieso die Regisseure der beiden "ES"-Verfilmungen sich dazu entschieden haben, diese nicht im Film zu zeigen.

Gegenüber Entertainment Weekly äußerte sich Gary Dauberman, Ko-Autor des neuen Films, wie folgt:

"Obwohl es eine wichtige Szene ist, definiert sie das Buch meiner Meinung nach nicht, und das sollte sie auch nicht. Wir kennen die Intention hinter dieser Szene und wissen, warum [Stephen King] sie eingebaut hat und wir haben versucht, dies auf eine andere Art und Weise zu erreichen."

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Es gab einen Änderungsvorschlag

In einem früheren Entwurf der Neuverfilmung war einst geplant, die Szene umzuwandeln, indem das Mädchen die Gesichter der sechs Jungen in ihre Hände nimmt um ihnen "das Licht" zu liefern, das sie zum Entkommen brauchen.

In der Endfassung wurde jedoch nicht darauf eingegangen und die Szene wurde komplett gestrichen.


Bereits im Jahr 2013 hat sich Sephen King in einem Forum dazu geäußert

"Ich habe nicht wirklich an den sexuellen Aspekt [der Szene] gedacht. Das Buch hat sich um Kindheit und Erwachsensein gedreht [...]. Die Erwachsenen erinnern sich nicht an ihre Kindheit. Keiner von uns erinnert sich daran, was wir als Kinder gemacht haben - wir denken, wir können es, aber wir erinnern uns nicht wirklich daran, was passiert ist. Intuitiv wussten die Losers, dass sie wieder zusammen sein müssen. Der sexuelle Akt verband Kindheit und Erwachsenenalter. Es ist eine andere Version des Glastunnels, der die Kinder- und die Erwachsenenbibliothek verbindet. Die Zeiten haben sich verändert, seitdem ich die Szene geschrieben habe, und nun gibt es ein stärkeres Bewusstsein für diese Probleme."


Gegenüber dem amerikanischen Magazin "Vulture" hat Stephen King ergänzt:

"Ich möchte noch hinzufügen, dass es faszinierend für mich ist, dass es so viele Kommentare zu dieser einzelnen Sexszene gab und so wenig über die vielen Kindermorde. Das muss irgendetwas bedeuten, aber ich bin unsicher, was."

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Es startet am 28. September 2017 in den deutschen und am 29. September 2017 in den österreichischen Kinos.

 

 

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