Nur Reis- Hafer- und Quinoamilch: Baby verhungert, weil seine Eltern es nur mit Superfood ernährten

Weil belgische Eltern glaubten, ihr Baby habe eine Laktose- und Glutenintoleranz, fütterten sie es ausschließlich mit Milchersatzprodukten aus Reis, Hafer und Quinoa. Mit schlimmen Folgen: Das Kind verhungerte! Das Paar steht nun vor Gericht.

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Gesundheit(miss)

Als der kleine Luca mit gerade einmal 7 Monaten starb, wog er nur 4,3 Kilo – vier Kilo weniger als für sein Alter üblich. Besonders tragisch: Der Junge war verhungert und dehydriert, weil seine Eltern ihn nur mit sogenanntem Superfood fütterten.

Selbstdiagnose: Laktose- und Glutenintoleranz

In den ersten Monaten nach der Geburt wurde Luca von seiner Mutter Sandrina V. noch normal gestillt, danach bekam er das Fläschchen. Doch der Säugling schien die Milch nicht gut zu vertragen. Statt einen Arzt zu konsultieren, diagnostizierten die Eltern bei ihrem Sohn selbst Gluten- und Laktoseintoleranz und fütterten ihn mit Produkten aus ihrem eigenen Naturkostladen – etwa Reis-, Hafer- und Quinoamilch.

Der kleine Luca sei daraufhin abgemagert, wurde grau im Gesicht und habe häufig um Atem gerungen. Als er sich eines Nachts heftig übergeben musste, gingen die Eltern doch mit ihm zu einem homöopathischen Arzt, der sie sofort in die Notaufnahme schickte. Doch als Peter S. und Sandrina V. in der Klinik ankamen war es schon zu spät: Der kleine Luca war bereits tot.

Nun muss sich das belgische Paar vor Gericht für den Tod ihres Sohnes verantworten.  Die Staatsanwaltschaft fordert eine Gefängnisstrafe von 18 Monaten. Das Urteil wird für den 14. Juni erwartet.

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