No More Cutting: So besonders und einzigartig sehen Vaginen aus

Junge Frauen über 18 können der Künstlerin Mandy Smith anonym ein Fotos ihrer Vagina zukommen lassen. Sie und ihr Team basteln diese dann aus Papier nach und veröffentlichen ein Foto davon auf der Website nomorecutting.com.

  • Bild: www.nomorecutting.com
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Lebencm(miss)

Rund 200 Millionen Mädchen und Frauen sind laut Schätzungen des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen von Genitalverstümmelung betroffen. In den meisten Fällen geschieht dies gegen den Willen der Frauen und ohne das Wissen über die Risiken dieser brutalen Praxis.

Mandy Smith, Leiterin der Papersmith Studios in Amsterdam, möchte mit der von ihr initiierten Website "No More Cutting" zum einen gegen die grausame Ausübung der Genitalverstümmelung ankämpfen und einen Diskurs für dieses Thema schaffen, und sich zum anderen mit ihrem Projekt auch gegen den Trend zu "Designer-Vaginen" aussprechen. Denn um diesem Trend zu völlig widersinnigen Schönheitsidealen aus Pornographie und Medien zu entsprechen, legen sich Mädchen und Frauen bedenklicherweise immer öfter sogar freiwillig unters Messer.

"Wir wollen eine visuelle Plattform bieten, mithilfe der Mädchen herausfinden können, wie weibliche Genitalien abseits vom schulischen und pornographischen Kontext aussehen.", erzählt Smith. "Wenn Mädchen in der Zeit, in der sie durch körperliche Veränderungen gehen, immer nur 'Designer-Vaginen' zu Gesicht bekommen, dann denken sie womöglich, es würde etwas nicht mit ihnen stimmen." Dies sei sehr gefährlich, denn genau dann, also zwischen 14 und 18, seien Mädchen in einem sehr unsicheren Alter, in dem sie sich über so etwas kaum mit ihren Freundinnen unterhalten würden.

Zusammen mit Oksana Valentelis und Kyla Elaine faltet Smith deshalb Vaginen aus weißem Papier. 81 Stück sind es bisher. Jedes einzelne davon ein Unikat und nach realer Vorlage geschaffen. Alle Papierwerke werden fotografiert und auf der Website nomorecutting.com veröffentlicht. Sie sollen die Einzigartigkeit weiblicher Genitalien in ihrer natürlichen Form aufzeigen und Mädchen und jungen Frauen dabei helfen, zu realisieren, dass sie vollkommen normal sind.

Das Projekt "No More Cutting" kann mit dem Kauf einer handgefertigten Papiervagina-Brosche unterstützt werden:

Die daraus erzielten Einnahmen gehen an die Organisation NGO Equality Now, die sich weltweit für Frauenrechte einsetzt.

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