Tryout Wednesday: Detox-Kur mit Slim Tim

Entschlackung, energetisierende Wirkung und vitalisierende Effekte – Detox-Kuren sind derzeit im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Wir haben getestet, ob die Saftkur von Slim Tim hält, was sie verspricht.

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Tryout Wednesdaypam/saga/klth(miss)

Marlene Patsalidis, Online Redaktion

3 Tage, 18 Säfte – so ist es mir mit der dreitägigen Detox-Kur von Slim Tim ergangen.

 

Tag 1

Als um Punkt 7 Uhr der Wecker schrillt, schieße ich voller Vorfreude aus dem Bett. Snoozen ist heute nicht drinnen – ich will schließlich nicht zu spät kommen, wenn die erste Saftbox von Slim Tim in der Redaktion eintrifft. Im Büro angekommen stürme ich nicht wie sonst schnurstracks zur Kaffeemaschine, sondern packe gierig und mit leuchtenden Augen die ersten sechs Säfte aus.

 

Los geht's mit einem erfrischenden Saft aus Apfel, Mango, Ananas, Grapefruit und Ingwer. Und obwohl ich und mein Gaumen Ingwer eigentlich verabscheuen, geht das sonnengelbe Säftchen runter wie Öl. "Gschmackig", denke ich mir und bin guter Dinge, dass meine Geschmacksknospen auch die übrigen fünf Säfte feiern werden. Dass ich mich da zu früh gefreut habe, merke ich beim ersten Schluck aus Saftflasche Nummer zwei. Der flüssige Mix aus Apfel Spinat, Gurke, Romana Salat, Kale, Fenchel und Ingwer – den ich gegen 11 Uhr vormittags zu mir nehme - führt bei mir sofort zu einer deutlichen Gesichtsentgleisung, zur allgemeinen Belustigung meiner Kolleginnen. Hunger verspüre ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen, allerdings bin ich auch zu beschäftigt damit, mir die grüne Flüssigkeit schön zu reden. Mit Erfolg: Den letzten Rest schütte ich mir in den Rachen ohne eine Miene zu verziehen. Es folgt ein rotes Säftchen – und ein weiteres grünes. Um 14 Uhr meldet sich schließlich mein Magen zu Wort. Grummeln, Rumoren, Glucksen, Ziehen. Ich.habe.Hunger. Es folgen Konzentrationsprobleme und richtig miese Laune. Zwei Stunden später greife ich aus purer Verzweiflung zu der für 20 Uhr abends vorgesehenen Mandelmilch. Der wohlschmeckende, süße Drink zeigt unmittelbar Wirkung. Ich fühle mich satt und fit den Rest des Tages zu bewältigen. Die übrigen Säfte trinke ich noch vor 19 Uhr und beschließe schlussendlich mir kurz vor Ladenschluss noch etwas tiefgefrorenen Brokkoli zu checken, den ich vor dem Zubettgehen hastig verschlinge und dann ins Land der Träume entschwinde.

 

 

Tag 2

Augen auf, die Sonne scheint – und meinem Bauch geht es wunderbar. Beflügelt von dem angenehmen Gefühl in meiner Körpermitte starte ich flüssig in den Tag. An Tag zwei fühle ich mich deutlich besser. Das gefürchtete Hungergefühl meldet sich überraschenderweise erst am späten Nachmittag. Das Trinken der Säfte ist zu diesem Zeitpunkt schon fast zur Routine geworden. Alle zwei Stunden pilgere ich zum Kühlschrank und bin gespannt, welche Geschmacksrichtung mich dieses Mal erwartet. Nach Feierabend packt mich plötzlich ein totaler Energie-Rausch. Zuhause angekommen schnappe ich meine sieben Trainingssachen und pilgere ins Fitnessstudio. Nach einer schweißtreibenden Session fühle ich mich frisch und fit. Glückshormonisiert lasse ich den Abend mit einer Schale gedünstetem Brokkoli ausklingen. Das war ein guter Tag.

 

Tag 3

An Tag drei fühle ich mich erneut ausgeruht und wach. Im Laufe der Vormittagsstunden wendet sich das Blatt jedoch. Plötzlich ist die Konsistenz der Säfte nicht mal mehr annähernd befriedigend – und mein Magen-Darm-Trakt revoltiert. Ich beginne statt den Säften Wasser zu trinken und versuche so die noch ausstehenden Arbeitsstunden zu überbrücken. Als ich das Büro verlasse, führt mein Weg geradewegs in den nächstgelegenen Supermarkt. Ich muss etwas essen. Der Reihe nach landen Rucola, Halloumi und Tomaten in meinem Einkaufskorb. Was für ein befreiendes Gefühl. Statt der für den Tag noch vorgesehenen zwei Säfte gönne ich mir einem herzhaften Salat – feste Nahrung zwischen meinen Zähnen hat sich selten so gut angefühlt.

 

Fazit

Detoxen ist nichts für schwache Nerven. So viel steht fest. Wer gezwungen ist im Alltag zu performen und stets auf Zack zu sein, der sollte sich gut überlegen, ob er eine Saftkur unter diesen Umständen durchziehen möchte. Unterm Strich kann ich der Detox-Kur jedoch ein positives Zeugnis ausstellen. Besonders an Tag zwei haben die positiven Effekte auf meinen Körper eindeutig überwogen.

 

 

Sarah Gasser, Ressortleitung Beauty

"Du willst drei Tage lang nur Saft trinken? Aber warum?" fragt meine Kollegin kopfschüttelnd. Weil Detoxen Energieschübe verleiht und einen körperlichen Neustart verspricht. Und gesund ist es obendrein. Weiß doch jeder. Also genau das Richtige nach einem Urlaub voller Völlerei und fancy Sommerdrinks, denke ich mir, als ich mich bei dieser genialen Idee ins Spiel bringe. Außerdem probiere ich so gut wie alles aus und frisch gepresste Säfte waren schon immer mein Ding. Was soll also schiefgehen? Irgendwelche Zweifel? Nada! Sind ja nur drei Tage. Also starte ich voller Tatendrang und extrem guter Dinge in den Selbstversuch. Das Beste daran: Die kalt gepressten Säfte von Slim Tim werden direkt in die Redaktion geliefert. Also keine Arbeit. Einfach nur in der vorgeschriebenen Reihenfolge und im Zweistundentakt leckere Säfte trinken. So der Plan.

 

Tag 1

Wie ein wedelnder Welpe springe ich neugierig um die soeben angekommene Saftbox. Wer braucht schon Kaffee, wenn er den Tag mit einem Drink Namens Ginger Kick beginnen darf? Der Saft schmeckt super und ich bin begeistert, dass jede Zutat auf der Flasche angeführt ist. Die Euphorie hält an und das selbst bei den so gefürchteten grünen Säften. Die Inhaltsstoffe in diesen zellreinigenden Drinks sind so derartig gesund, dass ich bei vielen nicht mal weiß, wie sie ungepresst aussehen. So schlürfe ich mich munter und ganz ohne Hungergefühl Richtung Nachmittag.

Die Uhr schlägt 15.37, als sich ein fieses Pochen in meinem Hinterkopf und meinen Schläfen bemerkbar macht. "Koffein, wo ist das verdammte Koffein?", quiekt eine innere Stimme erst leise und mit jeder Minute enervierender … und damit hört sie leider nicht mehr auf. Als ich am frühen Abend den Heimweg antrete fühlt sich mein Kopf an, als hätte jemand Rasierklingen darin ausgeschüttet und anschließend heftig durchgeschüttelt hätte. Geknickt lege ich mich auf meine Couch, trinke die für den Abend vorgesehene Mandelmilch und falle noch vor 21 Uhr in einen außergewöhnlich tiefen Schlaf.

 

Tag 2

"Besser!" Das ist das Erste, das mir durch den nicht mehr ganz so schmerzenden Kopf geht. Zwar sind die Schmerzen noch anwesend, aber offenbar haben sie beschlossen sich aufzuteilen. Ein Teil des Stechens ist nämlich in meinen Bauch gewandert. Der gluckst munter vor sich hin, als ich mit der Saftkur fortfahre. Ärgerlich, aber auszuhalten. Was mir bereits am Vormittag auffällt: Ich bin unfassbar langsam. Im Denken. Im Reden. Im Informationen verarbeiten. Einfach in allem. Die Mails, die ich an diesem Tag verfasse, muss ich gleich mehrmals durchlesen, bevor ich sie rausschicke. Was ist das? Fehlende feste Nahrung? Fehlendes Koffein? Ich kann's nicht sagen. Aber ich merke, dass ich nicht zu hundert Prozent ich bin. Eher ich in einer "abgesicherten Modus"-Variante. Also quasi schon da, aber irgendwie auch nicht. Fragen von Kollegen werden mit einem "öhöm" begleiteten Nicken zur Kenntnis genommen. Viel Nicken ist allerdings nicht drinnen, denn die Kopfschmerzen sind zurück und tanzen dieses Mal Samba, was mich jedes einzelne Haar in meiner Kopfhaut fühlen lässt. Das Hungergefühl ist mittlerweile aber weniger schlimm als erwartet. Und das, obwohl es zum Geburtstag unserer Chefredakteurin Kuchen gibt. Es fällt mir seltsamerweise nicht schwer darauf zu verzichten.

 

Tag 3

Ich bin müde. Körperlich. Geistig auch. Zwar merke ich, dass das Entgiften meiner Haut gut tut und auch die Schmerzen deutlich zurückgegangen sind, dennoch erscheint mir die kurze Gehdistanz zwischen U-Bahn und Redaktion wie ein unüberbrückbares Hindernis. Ich muss meinen Akku aufladen. Dringend. Der erste Saft an diesem Tag sorgt zwar für mehr Power, aber wirklich glücklich bin ich nicht. Ich habe es satt, mich nicht konzentrieren zu können. Ich beschließe für mich, die Kur noch am dritten Tag vorzeitig zu beenden. Meine leeren Energietanks fülle ich nach der Arbeit mit zwei Tellern selbst gemachter Hühnersuppe auf.

 

Fazit

Sehr leckere Säfte und eigentlich ein tolles Konzept. Die kurze Zeit hat ausgereicht, um extrem viel über mich und meinen Körper heraus zu finden. Meiner Meinung nach ist das Detox-Programm aber nichts für den Arbeitsalltag. Lieber in einer stressfreien Zeit oder im Urlaub ausprobieren und zum Eingewöhnen, vielleicht anfangs nur die ein oder andere Mahlzeit mit einem der Slim Tim Säfte ersetzen.

 

 

Klaudia Thier, Content Marketing

Hier ist die Fraktion Schummeln zu Hause. Ich habe es tatsächlich an keinem der drei Tage geschafft mich an den korrekten Ablauf der Saftkur zu halten. Was ich dadurch über mich gelernt habe? Disziplin und Willensstärke sind nicht meine Stärke.

 

Tag 1

Ich esse wohl einfach zu gerne, denn bereits an Tag eins sträubt sich mein Körper ab 14 Uhr gegen die bunten Säfte. Während der Saft in der Früh noch gut runterging, verlangt mein Körper zu Mittag nach fester Nahrung. Als ich mich versuche dagegen zu wehren, schaltet er seine Funktionen ab – zumindest fühlt es sich so an. In der Arbeit leider ein Nachteil, vor allem wenn man Termine hat und sich konzentrieren sollte. Von konzentriertem Arbeiten bin ich jedenfalls weit entfernt. Also gibt es an Tag eins gleich mal drei leere Wraps zum Abendessen und zwei Säfte sind übrig blieben. Stolz bin ich jedoch, als ich abends im Pub nur Mineralwasser bestelle.

 

Tag 2

An Tag zwei lasse ich vorsichtshalber die Finger von den grünen Säften, denn mein Bauch blähte sich am Vortag durch sie auf wie ein Heißluftballon, der kurz vor dem Platzen ist. Das damit verbundene Donner-Dolby-Surround-System in meinem Magen kam bei Terminen auch nicht so gut an. Abends haue ich dann den Hut drauf und mir ein Falafel Sandwich in die Figur. Auch wenn ich mich ein kleines wenig wie ein Versager fühle: Ich kann und will auf Essen einfach nicht verzichten.

 

Fazit

Die Säfte schmecken gut, vor allem die orangen! In Zukunft mache ich aber maximal einen Tag Saftkur und zwar sonntags wenn ich mich zu Hause einsperren kann. Denn die einzige im Pub mit einem Glas Wasser zu sein und von jedem schief angeschaut zu werden ist nur halb so lustig wie einen Hollunderspritzer zu trinken!

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