„Unangemessen“: Frau wurde aus Pool geschmissen weil sie diesen Badeanzug trug

Weil ihr Badeanzug beim Gehen zwischen ihre Pobacken gerutscht war, wurde Tori Jenkins gebeten, den Pool zu verlassen. Männer würden so "sexuell erregt werden".

  • Bild: Facebook / Tyler Newman
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Viral(miss)

An einem sehr heißen Tag wollten Tori Jenkins und ihr Verlobter Tyler Newman im Gemeinschaftspool, der zu ihrem Wohnhaus in Tennessee, US, gehörte, schwimmen gehen. Doch schon kurz nachdem die beiden am Pool angekommen waren, kam ein Mitarbeiter und wies Tori darauf hin, dass ihr pinker Badeanzug „unangemessen“ sei. Sie solle sich umziehen, eine Hose darüber anziehen oder den Pool verlassen. Der Mitarbeiter behauptete, Tori würde einen String tragen, was Tori jedoch abstritt.  

Tori war sprachlos – und ging zum Hausverwaltungsbüro, um nachzufragen, warum ihr Badeanzug „unangemessen“ sei. Im Interview mit Buzzfeed berichtet sie, wie das Gespräch ablief: Die Verwaltungsmitarbeiterin versuchte mich mehrmals zu überreden, Fotos von meinem Hintern machen zu dürfen, um mir zu zeigen, wie „unpassend“ der Badeanzug war. Sie sagte mir, da ich keine Kinder habe, würde ich nicht verstehen, wie unpassend es sei, so in der Öffentlichkeit herumzulaufen. Sie würde ihre Kinder nicht in meiner Nähe haben wollen.“ Außerdem, so die Angestellte, seien viele Teenager-Jungs in diesem Wohnhaus – die würde Tori sonst erregen..

Toris Verlobter Tyler machte der Vorfall so wütend, dass er einen Facebook-Post verfasste, der inzwischen viral ging. Darin zeigt er Tori, wie sie im Badeanzug aussieht. Er schreibt: „Heute habe ich zum ersten Mal einen Fall von sexueller Belästigung erlebt. […] Meine Verlobte musste der Hausverwaltung erklären, dass sie einen größeren Hintern hat, als die meisten Frauen und dass 95 Prozent aller Dinge, die die trägt, in den Hintern rutschen, wenn sie geht. Die Antwort war, dass ein normaler Badeanzug den ganzen Hintern bedeckt.“

„Heute wurde meiner Verlobten quasi gesagt, dass sie selbst weniger wichtig ist als die Gefühle, die Männer haben, wenn sie in ihrer Nähe sind. Dass Tori weniger wichtig  ist als die Gefahr, dass Männer sexuell erregt werden könnten.“

Inzwischen hat auch ein Sprecher der Hausverwaltung reagiert. Gegenüber einem lokalen Fernsehsender behauptete er, dass sich mehrere Hausbewohner über Toris Badeanzug beschwert hätten. Man habe Tori gebeten, ein Handtuch darüber zu tragen, aber sie nicht rausgeworfen.

Tori will jedoch, dass die Öffentlichkeit die ganze Geschichte kennt – denn es sei beispielhaft dafür, dass die Über-Sexualisierung von Frauen noch lange nicht zu Ende ist.

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