Aufgepasst: Wo du leicht Geld sparen kannst

Du musst kein Sparefroh sein oder das Geld im Park vergraben, um dein sauer verdientes Geld beisammenzuhalten. Mit etwas Geschick kannst du im täglichen Leben sparen und gefährliche Geldfallen umgehen.

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Geld & Steuern03.06.2015 | 14:51 Content Agentur Prazak(miss)

Kontogebühren

 

Die Banken verlangen Gebühren für die Führung eines Kontos, die sehr unterschiedlich sein können. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall. Es gibt auch spezielle Angebote für Studierende und für jüngere Personen. Wenn du einen Vergleich anstellst, dann achte darauf, was im jeweiligen Kontopaket enthalten ist, etwa die Anzahl der Überweisungen oder ob du für bestimmte Dinge extra zahlen musst. Steigender Beliebtheit erfreuen sich Online-Konten, bei denen es ausschließlich Internet-Services zu nutzen gibt und die oft kostenlos sind. Achte aber auch in diesem Fall auf die tatsächlichen Kosten, denn manchmal sind solche Gratiskonten mit bestimmten Auflagen verbunden, etwa ein gewisser Mindest-Kontostand oder regelmäßige Eingänge am Konto. Richtig teuer können Überziehungszinsen generell für alle Konten werden, wenn du also ins Minus rutschst. Obwohl das Zinsniveau derzeit extrem niedrig ist, verlangen die Banken nämlich teilweise horrende Überziehungszinsen von bis zu 13 Prozent.

 

Kreditkarten


Eine Kreditkarte ist beispielsweise praktisch, wenn man im Ausland unterwegs ist, damit man nicht Unmengen von Bargeld mitschleppen muss. Nicht überall werden Kreditkarten aber gerne genommen, denn die Geschäfte zahlen dann einen Aufschlag an die Kreditkartenfirma. Auch für dich selbst ist eine solche Karte nicht kostenlos, es gibt Jahresgebühren. Manchmal ist die Nutzung einer Kreditkarte aber schon im Kontopaket deiner Bank inkludiert. Achte generell darauf, regelmäßig die Abrechnungen zu kontrollieren und zu notieren, wie viel du damit schon ausgegeben hast – sonst kommt in Kürze eine böse Überraschung in Form einer saftigen Abrechnung. Für Geldbehebung mit der Kreditkarte im Ausland fallen Spesen an, wenn du innerhalb Europas mit der Bankomatkarte etwas abhebst, ist das hingegen nicht der Fall.

 

Versicherungsprämien


Lebensversicherung, Krankenversicherung, Haushaltsversicherung, Autoversicherung, Hundeversicherung, Elektrogeräteversicherung – fehlt nur noch die Versicherungsversicherung. Prinzipiell ist zwar eine Absicherung des eigenen Lebens eine gute Idee, damit man im Notfall (etwa im Krankheitsfall oder nach einem Wasserschaden in der Wohnung) zumindest finanziell nicht in Bedrängnis gerät. Doch Versicherungsprämien können ganz schön teuer werden, daher solltest du sowohl vor dem Abschluss einer neuen Versicherung als auch beim Überprüfen bestehender Verträge genau vergleichen. Wenn du mehrere Verträge hast, bekommst du meist einen Rabatt. Sieh dir aktuelle Aktionen an und fordere deine Versicherung auf, bei den Prämien nachzugeben – sonst würdest du dir einen Wechsel überlegen. Oft bauen die Versicherungsfirmen in ihre Verträge gefinkelte Klauseln ein, wonach ein Vertragsende vor einer gewissen Zeit mit Extrakosten verbunden ist (sogenannte Dauerrabatte). Das ist aber in vielen Fällen gar nicht erlaubt, wende dich bei Bedarf an Organisationen wie Arbeiterkammer oder Konsumentenschutz für eine Beratung.

 

Konsumkredite


Die derzeit sehr niedrigen Zinsen machen es möglich, dass Handelsgeschäfte wie Elektrofachmärkte oder Möbelhäuser sogenannte Konsumkredite anbieten: Man zahlt beispielsweise für den Super-Überdrüber-Fernseher mit HD-Irgendwas nur eine geringe Anzahlung und dann monatliche Raten. „Null Prozent Zinsen“ lautet die fette Werbebotschaft. Du solltest dich davon nicht verleiten lassen, denn es handelt sich um einen Kredit, den du monatelang oder sogar jahrelang zurückzahlen musst – vielleicht sogar noch dann, wenn das tolle Gerät längst am Schrotthaufen gelandet ist. Tatsächlich sind Konsumkredite ein Hauptgrund für die Verschuldung von Privatpersonen. Wenn du dir ein Gerät jetzt nicht leisten kannst, solltest du lieber die Finger davon lassen. Besser ist es, das Geld für einen Kauf zu sparen und dann das Ding auf einmal zu bezahlen.

 

Handy-Tarife


Es ist ganz klar: Ohne Handy geht es für die meisten einfach nicht. Es ist aber möglich, auch dabei aufs Geld zu schauen. Das Wichtigste: Lass dich nicht von tollen Versprechen der Anbieter in die Falle locken. Das brandneue iPhone um „null Euro“ ist nur auf den ersten Blick ein echtes Schnäppchen, in Wirklichkeit wäre es günstiger, du würdest dir das Ding selbst kaufen und dafür einen besseren Handyvertrag haben. Denn die Mobilfunker schenken dir das neue Handy ja nicht, sondern verdienen an den Monatsgebühren. Eine besonders lange Vertragsbindung macht es dann unmöglich, zu einem günstigeren Angebot zu wechseln. Vergleiche die Handytarife genau und analysiere zuvor, was du wirklich brauchst (SMS? Anrufe ins Ausland? Internet?).

 

Einkaufen


Du wolltest eigentlich nur eine Packung Chips kaufen, kommst aber mit zwei Sackerln aus dem Supermarkt zurück? So geht es uns allen immer wieder, denn die Verlockungen sind manchmal wirklich zu groß und dann kommt man drauf, was man denn unbedingt (!) sonst noch alles braucht. Gerade solche Spontaneinkäufe können ganz schön teuer werden. Vermeide auf jeden Fall, hungrig in den Supermarkt zu gehen, dann kauft man erwiesenermaßen mehr ein als notwendig. Mach dir lieber einen Einkaufszettel, statt einfach aus dem Gedächtnis die Waren zu suchen. Nimm dir nur dann einen Einkaufswagen, wenn es notwendig ist – wir neigen dazu, ein leeres Wagerl mit unnötigem Zeugs zu beladen. Die Supermärkte schlichten teure Produkte gerne in Augenhöhe ein, damit die Leute zuerst zu diesen greifen. Sieh dich daher auch weiter oben und weiter unten in den Regalen um, wenn du etwas Bestimmtes suchst.

 

Einkauf im Internet


Das Shopping im Internet ist einfach und verlockend – aber finanziell auch ganz schön gefährlich. Denn rasch summieren sich mehrere Bestellungen zu einem riesigen Betrag, der dann nicht mehr zu packen ist. Auch das Angebot von Online-Händlern und Versandhäusern, den Warenkauf mit Kredit zu finanzieren, kann in einen Teufelskreis aus Schulden führen, aus dem viele nicht mehr herauskommen. Führe genau Buch darüber, was du bereits ausgegeben hast. Bezahle offene Rechnungen, sonst bekommst du Mahnungen und musst noch mehr bezahlen.

 

Energiekosten


Wenn du eine eigene Wohnung hast oder in einer WG wohnst, machen die Energiekosten sicherlich einen beachtlichen Teil deiner Ausgaben aus. Ein Vergleich der unterschiedlichen Anbieter zahlt sich aus und es ist auch jederzeit ein Wechsel des Strom- oder Gasversorgers möglich. Lass dich aber nicht von günstigen Werbeangeboten in die Irre führen, sondern achte auf Dinge wie Vertragslaufzeit und Änderung der Tarife.

 

Teilen

 

Du brauchst einen Projektor für den ultimativen Fernsehabend? Oder ein Surfboard für den wahnwitzigen Urlaub am Meer? Dann solltest du dir genau überlegen, ob du diese Dinge jetzt unbedingt kaufen musst. Geräte und Ausrüstungsgegenstände wie diese könntest du dir auch von Freunden oder Verwandten ausborgen. Das gilt beispielsweise auch für Küchenutensilien, Gartengeräte und Werkzeug. Es gibt beispielsweise in Wien einen Leihladen, wo du solche Geräte ausborgen kannst (https://www.facebook.com/leihladen). Auch im Urlaub ist das Ausborgen von Dingen oft einfacher, als sie mitzuschleppen.

 

Link:
Energiepreise vergleichen und Infos zum Anbieterwechsel

 

Linktipps allgemein:

  • Beratung des Dachverbands der Schuldnerberatungen:

www.budgetberatung.at/budgetberatung/ueber-uns/

 

 

 

 

 

 

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