Man stößt im Beauty-Regal darauf, in Bioläden und in speziellen Shops, die derzeit an jeder Ecke aus dem Boden zu sprießen scheinen: Produkte mit Hanfbestandteilen sind Trend. Im Moment besonders gehypt wird CBD. Was sich hinter dem Hanf-Bestandteil CBD tatsächlich verbirgt, ist vielen jedoch unklar. Dennoch avanciert das Cannabidiol aktuell zum Lifestyleprodukt und wird mittlerweile sogar in traditionellen Wiener Kaffeehäusern in Form von Brownies oder Macarons neben Sachertorte und Apfelstrudel angeboten. Ganz „nebenbei“ soll es ein wahres Wundermittel gegen diverse körperliche und psychische Leiden sein. Von Kiffer-Klischees und Drogen-Assoziationen distanziert man sich in einschlägigen Shops oft bewusst, denn CBD ist doch ganz harmlos – oder?

Welche Wirkung hat CBD?

Die Hanfpflanze an sich beinhaltet 60 Canabinoide, CBD – oder Cannabidiol –  ist eines davon. Weitaus bekannter ist hingegen das Tetrahydrocannabinol (THC), das aufgrund der die Psyche beeinflussenden Wirkung im Gegensatz zu CBD als Suchtgift gilt. Entspannend soll es wirken, (Regel-)Schmerzen lindern und bei Angststörungen Abhilfe verschaffen – dennoch ist die tatsächliche medizinische Wirkung bislang nicht eindeutig belegt. In Studien konnte jedoch festgestellt werden, dass man CBD mitunter hoch dosieren muss, um eine Wirkung nachzuweisen. In Österreich darf CBD nur als „Aromaprodukt“ – nicht aber als Medikament oder Nahrungsergänzungsmittel – verkauft werden. Laut der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) kommen in  CBD-Zubereitungen immer auch wechselnde Anteile von THC vor, die etwaigen gesundheitsbeeinträchtigende Wirkungen haben können. Kauf und Besitz von CBD-Blüten und Ölen bis zu einem THC-Gehalt von 0,3 Prozent ist in Österreich aber legal. Um dies im Falle einer Polizeikontrolle nachweisen zu können, wird empfohlen, die Rechnung nach dem Kauf im Shop aufzubewahren.