Frauen, die ein aktives Sexleben haben, kommen später in die Menopause – das zeigt eine neue Studie. Das soll daran liegen, dass sich der weibliche Körper an einer möglichen Schwangerschaft orientiert.

Der Körper einer Frau, der sexuell aktiv ist, rechnet somit mit einer möglichen Empfängnis und versetzt die Wechseljahre nach hinten.

Frauen, die viel Sex haben, kommen später in die Wechseljahre

Die Forscherinnen Megan Arnot und Ruth Mace wollten wissen, ob es einen Zusammenhang zwischen Sex und der Menopause gibt. Dafür wurden in der Studie rund 3.000 Frauen untersucht, die zirka im Alter von 45 Jahren waren. Alle Probandinnen waren zu Beginn der Untersuchung noch nicht in den Wechseljahren. Man befragte sie zur ihrem Sexleben, Hormonhaushalt, ihrer Gesundheit und weiteren Faktoren. Durch die Daten konnten die Forscherinnen eine statistische Auswertung anfertigen, die zu dem Ergebnis kam, dass sexuell aktive Frauen später in die Menopause kommen.

Sie fanden heraus, dass Frauen, die einmal in der Woche Sex haben, um einiges später in die Wechseljahre kommen als Frauen, die nur einmal im Monat Geschlechtsverkehr haben. Das Ergebnis bestätigte sich auch bei Frauen, die noch weniger Sex hatten.

Chance auf Schwangerschaft soll Grund für späte Menepause sein

Das Ergebnis war eindeutig. Die Forscherinnen begründen es durch die mögliche Chance auf eine Schwangerschaft. Wenn eine Frau kaum oder überhaupt keinen Sex hat, glaubt der Körper, es bestehe kaum eine Chance auf Empfängnis. Daher spart er sich Energie auf, die für die weiter anhaltende Periode notwendig wäre.