Jeder mag es anders. Manche Menschen brauchen lautes Stöhnen, um richtig in Fahrt zu kommen, andere mögen es lieber leise. Trotzdem scheint es einen evolutionär bedingten Grund dafür zu geben, warum viele von uns so auf das Paarungs-Geröhre stehen. Wenn wir uns das Sexual-Verhalten der Affen genauer ansehen, kommen wir einer möglichen Antwort schon einen Schritt näher.

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Wissenschaftlichen Theorien zufolge werden bei mehreren Primaten-Arten durch lautes Paarungs-Geschrei andere Männchen angelockt – diese sollen nämlich auch die Möglichkeit bekommen, sich mit dem paarungswilligen Weibchen zu vergnügen. Der Grund: Die Weibchen sind nur zu bestimmten Zeiten fruchtbar, weshalb diese bestmöglich für die Fortpflanzung genutzt werden müssen. Desto mehr Männchen das Weibchen begatten, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die fittesten Spermien durchsetzen können, und so garantiert wird, dass die Nachkommen entsprechend überlebensfähig und vital sind.

Schön und gut! Eine evolutionär bedingte Erklärung für das Lust-Geschrei hätten wir nun – aber wir sind ja schließlich doch schon etwas weiter entwickelt als unsere haarigen Vorfahren.

Also wieso stöhnen eigentlich besonders wir Frauen so oft laut vor uns hin?

Das kann natürlich zahlreiche Gründe haben. Die nachvollziehbarsten wären etwa: Weil es uns anturnt, weil wir wissen, dass es IHM gefällt, weil es einfach so aus uns herausbricht, weil Sex manchmal ganz schön anstrengend sein kann, oder weil wir es von den Medien eben so mitbekommen haben (Siehe Sex and the City & Co).

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Eine Studie der University of Central Lancashire in Großbritannien behauptet aber nun etwas ganz anderes.

Wir sind dreiste Schummlerinnen mit sozialen Hintergedanken

Laut dieser Studie werden die genüsslichen Geräusche, die frau während dem Sex von sich gibt meist weder durch den Höhepunkt, noch durch besonders große Lust hervorgerufen. Stattdessen sollen die prünftigen Laute ausgestoßen werden, um unseren Partner in seiner Sache zu unterstützen und ihn bestmöglich zum Ziel zu geleiten. So sollen wir unseren Partner also laut Wissenschaft (teilweise auch unterbewusst) mit unserem Gestöhne falsche Lust vorgaukeln, damit er sich gut fühlt und zufriedener zum Höhepunkt kommt. Wir Frauen sind eben sogar im Bett besonders soziale Wesen…

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PS: Was bei dieser Studie allerdings zu beachten ist, ist die Tatsache, dass das Durchschnittsalter der befragten Frauen 22 Jahre betrug. Hätte man ältere Generationen zu dem selben Thema befragt, hätten die Ergebnisse wohl ganz anders ausgesehen.