Die kolumbianische Sängerin Shakira muss sich wohl demnächst vor Gericht verantworten. Der Grund: Steuerhinterziehung. Laut der Anklage habe sie einen längeren Zeitraum in Spanien gelebt, dort aber keine Steuern gezahlt.

Der kolumbianischen Sängerin drohen daher nun bis zu acht Jahre Haft.

Shakira: Staatsanwaltschaft fordert acht Jahre Gefängnis

Droht Shakira nun tatsächlich eine Haftstrafe? Die „Waka Waka“-Sängerin wird beschuldigt, die spanische Staatskasse von 2012 bis 2014 um ein hohes Vermögen betrogen zu haben. Sie habe in dieser Zeit gemeinsam mit dem spanischen Top-Fußballer Gerard Piqué in Spanien gelebt, ihren steuerrechtlichen Wohnsitz aber bis 2015 auf den Bahamas gehabt. 

Zur Erklärung: Das spanische Steuergesetz besagt, dass jeder, der sich mindestens sechs Monate und einen Tag in einem bestimmten Jahr in Spanien aufhält, dort Steuern zahlen müsse, erläutert eine Steuerberaterin der „CNN“. Daher müsse nun geklärt werden, wo die 45-Jährige zwischen 2012 und 2014 hauptsächlich lebte.

Insgesamt soll die Musikerin 14,5 Millionen Euro hinterzogen haben, indem sie Einkommens- und Vermögenssteuern in Spanien angeblich nicht gezahlt hat. Die spanische Staatsanwaltschaft fordert daher nun sogar eine Haftstrafe von mehreren Jahren. Im Falle einer Verurteilung würden der 45-Jährigen bis zu acht Jahre Gefängnis im Gefängnis drohen, wie die spanische Tageszeitung „El País“ unter Berufung auf die Anklageschrift berichtet.

Shakira beteuert ihre Unschuld

Shakira weist alle Vorwürfe jedenfalls zurück. Ihre Anwälte erklärten, dass ihr Einkommen vor allem aus den internationalen Tourneen stamme, und dass sie nicht mehr als sechs Monate im Jahr in Spanien gelebt habe.

Den Medienberichten zufolge entschied sich die Sängerin gegen eine außergerichtliche Einigung. Sie wolle die Angelegenheit vor Gericht klären. Ihr Pressesprecher sagte in einer Erklärung, dass Shakira „zuversichtlich“ sei, dass ihre Unschuld bewiesen werde. Der Sprecher betont, dass seine Mandantin darauf besteht, dass sie sich „immer an das Gesetz gehalten“ habe. Das Gericht muss nun entscheiden, ob und wann es einen Prozess aufnimmt. Die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung bleibt aber noch bis zum ersten Gerichtstermin bestehen.