Wenn es um die Liebe geht, sind wir doch alle etwas leichtgläubig oder nicht? Schon als kleines Mädchen hatten wir den Traum vom Märchenprinz, den wir in unseren Lieblings-Disneyfilmen kennengelernt haben und von diesem Traum haben wir uns auch als Erwachsene noch nicht verabschiedet. An diesen drei Liebeslügen halten wir alle tapfer fest und damit sollten wir aufhören:

1. Es muss von Anfang an alles perfekt passen

Mal ganz ehrlich, welche Beziehung ist schon perfekt? Viel zu schnell nehmen wir heute reiß aus, wenn uns nur eine Kleinigkeit an dem anderen nicht gefällt. Damit sollten wir schleunigst aufhören. Es muss nicht von Anfang an alles perfekt sein. Man wächst zusammen, muss sich als Team erstmal einspielen und den anderen besser kennenlernen. Das ist ein langsamer Prozess, der Zeit braucht. Bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Eigenschaften, die wir zu Beginn vielleicht gehasst haben, lernen wir zu lieben und zu vermissen, wären sie auf einmal nicht mehr da. Auch wenn wir denken, dass jemand auf den ersten Blick nicht zu und passt, kann daraus etwas Großes und Wundervolles entstehen.

2. Durch meinen Traumpartner wird mein Leben perfekt

Wäre es nicht besser, wenn das eigene Leben auch schon davor einfach super wäre? Erst wenn wir mit uns selbst im Reinen und glücklich sind, können wir auch einem anderen Menschen Liebe schenken. Erwarten wir, dass uns Partner unser Leben “komplett” oder “vollständig” macht, bauen wir unbewusst ganz schön viel Druck ihm gegenüber auf, indem wir erwarten, dass er für unser Glück verantwortlich sei und diesem kann er natürlich nicht standhalten. Wie soll er auch? Wir müssen erkennen und uns eingestehen, dass unser Partner nicht dazu da ist, uns glücklich zu machen. Dafür sind wir ganz allein verantwortlich. 

3. Wahre Liebe hält ewig

Es ist ein wirklich schöner Gedanke, aber auch wahre und tief empfundene Liebe kann mit der Zeit verblassen. Liebe bedeutet Arbeit und Kompromissbereitschaft. Es gilt nicht nur an sich selbst zu arbeiten, sondern auch an der Beziehung. Veränderungen und Konflikte gehören dazu. Und Veränderungen können auch der Grund dafür sein, dass die Gefühle für die andere Person weniger werden. Es ist ganz natürlich, dass wir nach 5 oder 10 Jahren nicht mehr die Gleichen sind und dass man sich nicht immer in die gleiche Richtung weiterentwickelt. Manchmal verblasst die Liebe auch, weil einer der beiden nicht so viel in die Beziehung investiert wie der andere. Wichtig ist zu wissen, dass es nicht nur eine große Liebe gibt.