Gym-Selfie“, “Mein Schatz und ich auf Santorini, er ist einfach der Beste!”, etc – solche FacebookPostings kennt ja jeder aus seinem News-Feed. Eine neue Studie der Universität Brunel in London hat nun die Zusammenhänge zwischen Facebook-Postings und dem Charakter des Users untersucht – mit einem überraschenden Ergebnis. Was wir posten kann mögliche Hinweise auf Narzissmus, geringen Selbstwertgefühl und sogar Geisteskrankheiten enthalten. 

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Mehr als 500 Facebook-User aus den USA wurden für diese Studie untersucht. Die Forscher haben festgestellt, dass Menschen, die ständig von ihren sportlichen Leistungen und Erfolgen berichten (“… bin 12,4 km mit Runtastic gelaufen! WOOHOO!”, “Wieder einen Uni-Abschluss mehr, yeah!”, etc.) narzisstisch veranlagt sind. Sie wollen durch diese Postings mitteilen, wieviel sie in ihr Aussehen investieren, welche Erfolge sie zu verzeichnen haben und messen sich anhand der Likes und Kommentare.

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Der Studie zufolge erhalten solche Beiträge auch mehr Interaktion (also Kommentare und Likes), Dr. Tara Marshal meint allerdings, dass viele User die Beiträge zwar kommentieren, diese aber eigentlich als egozentrische Selbstdarstellung empfinden und nicht mögen. Sie meint außerdem, dass Menschen, die häufig Pärchen-Fotos oder Bilder ihres Partners und Status-Meldungen über ihn posten, an geringem Selbstwertgefühl leiden – und so ihren Anspruch an die Beziehung geltend machen wollen (also quasi, “Finger weg, der gehört mir!”). 

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Abschließend stellt sie in einem Interview fest: “Wir müssen ein stärkeres Bewusstsein dafür entwickeln, wie unsere Statusmeldungen von Freunden aufgenommen werden könnten, um Themen zu meiden, die andere eher nerven als unterhalten.” Und weiter: “Wenn wir angenehme Gesprächspartner sein und bedeutungsvolle Beziehungen führen wollen, dann muss uns klar sein, wer der andere ist und wie unsere Beziehung zu anderen gestaltet ist.”

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Quelle: Presse