Mit dem Hashtag #FacesOfProstituion ermutigt die australische Initiatorin Tilly Lawless, die sich ihr Geschichtsstudium mit bezahltem Sex finanziert, andere glückliche Prostituierte, ein Bild von sich auf Twitter oder Instagram zu posten. Damit will Tilly zeigen, dass Sexarbeit viele Gesichter hat und nicht alle Frauen, die in diesem Gewerbe tätig sind, dazu gezwungen und unterdrückt werden.

Zu der Aktion inspiriert wurde Tilly von einem Blogeintrag der Australierin Laila Mickelwait, die anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Film-Klassikers “Pretty Woman” einen Artikel verfasste. Der Film handelt von einer Prostituierten (gespielt von Julia Roberts), die sich in ihren Freier (gespielt von Richard Gere) verliebt. Mickelwait schreibt in dem Blogeintrag, dass “Pretty Woman” nicht von einer romantischen Liebes-, sondern einer Horrorgeschichte handelt.

Um ein Zeichen gegen die Vorverurteilung von Prostituierten zu setzen, hat Tilly ihren Aufruf gestartet. Diesem sind bereits Hunderte Prostituierte weltweit in den sozialen Netzwerken gefolgt.