Viele kennen es: Man ist müde, legt sich hin, versucht einzuschlafen – und gerade, wenn man kurz davor ist, einzunicken, wird man nochmal jäh aus dem angenehmen Dämmerzustand gerissen. Weil man träumt, dass man hinfällt, ins Leere stürzt oder das Gleichgewicht verliert. Und das so real, dass man nachher schon mal einige Sekunden braucht, um sich von diesem Mini-Schock zu erholen. Doch warum gaukelt uns unser Körper diesen Sturz eigentlich vor?

Die gute Nachricht: Sorgen machen muss man sich deswegen nicht, das Phänomen ist tatsächlich ganz normal. „Hypnischer Spasmus“, so der Fachausdruck für das Zucken, das fast alle Menschen schon mal erlebt haben. Die Gründe können vielseitig sein. Am häufigsten sei der Fakt, dass beim Einschlafen auch unsere Muskeln langsam entspannen und der Körper nach und nach „runter fährt“. Die Teile des Körpers, die noch im Wachzustand sind, können noch Reize produzieren, die zu den Muskelzuckungen führen können. Und zack – war’s das mit dem Schlaf. Besonders oft tritt das Phänomen auf, wenn man viel Kaffee oder Tabak konsumiert, gestresst ist oder nicht entspannt ins Bett geht. Leidet man also an wiederholten Schlaf-Unterbrechungen, sollte man versuchen, rechtzeitig bevor man schlafen gehen möchte, „runterzukommen“ und sich im Bett dann nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. Sollen die Zuckungen überdurchschnittlich oft auftreten oder akute Schlafstörungen einsetzen, sollten sie dennoch von einem Arzt abgeklärt werden.

Sollte man das „Fallen“ im Traum erleben (und nicht in der Einschlafphase), sind die Ursachen zumeist psychologisch und nicht physisch – darüber, was es bedeutet, im Traum zu stürzen, sind sich Traumdeuter uneinig: Allgemeine Ängste könnten sie auslösen, genauso wie Unsicherheit – aber auch Erleichterung.