Nach der Entbindung ist die Unterstützung und Betreuung von geschulten Hebammen für viele frischgebackenen Mamas eine große Hilfe. Bisher war die Kostenübernahme der Hausbesuche in Österreich aber nur möglich, wenn die Mutter das Krankenhaus bereits vor dem vierten Tag nach der Geburt verlassen hat.

Viele Frauen, deren Entbindung komplizierter verlaufen ist (weshalb sie länger ans Krankenhausbett gefesselt waren), hatten demnach bisher keinen Anspruch auf eine Hebamme und mussten diese selbst bezahlen, oder eben auf die Unterstützung verzichten. Das hat sich jetzt geändert.

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Hebammen-Betreuung für alle Frauen

Seit Januar 2017 haben alle Frauen das Recht auf Hausbesuche von Hebammen. Fünf Besuche in den ersten fünf Tagen nach der Geburt  und weitere sieben bis zur achten Woche (sollten Probleme, z.B. beim Stillen, auftreten) werden nun von der Krankenkasse bezahlt.

Petra Welskop, die Präsidentin des Österreichischen Hebammengremiums, meint dazu im Gespräch mit derStandard: “Auf die so genannte vorzeitige Entlassung als Bedingung für Hebammen-Betreuung im Wochenbett zu verzichten, ist uns Hebammen schon lange ein Anliegen.” Welskop erklärt, dass die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus mittlerweile immer kürzer werde, Frauen heutzutage also schon viel früher zurück nach Hause wollen, um das Wochenbett in den eigenen vier Wänden zu genießen. “Wo könnte (das frühe Wochenbett) besser gelingen als zu Hause, mit einer Hebamme an der Seite, die regelmäßig kommt, dadurch Sicherheit gibt und diese Sicherheit an das Neugeborene weitergeben kann.“, erläutert die Expertin im Standard-Interview.

Auch die Kassentarife für Hebammen wurden im Rahmen der Neuerung erhöht. Anstatt 35,70 Euro pro Hausbesuch sind es seit 1.1. 41,70 Euro.

 

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