Dass die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe einen positiven Effekt auf junge Menschen ausübt – vor allem auf jene, die sich als schwul oder lesbisch outen – ist wohl wenig verwunderlich. Nun bestätigte eine Studie, dass die Gesetzgebung aber sogar dazu führt, dass sich weniger Teenager das Leben nehmen.

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Deutlich weniger Selbstmordversuche in Staaten mit gleichgeschlechtlicher Ehe

Im Rahmen der Studie, die im Fachblatt JAMA Pediatrics veröffentlicht wurde, wurde untersucht wie sich die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe auf die Suizid-Rate von Teenagern in den betroffenen US-Bundesstaaten ausgewirkt hat. Selbstmord ist nach wie vor die zweithäufigste Todesursache bei jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren.

Langzeitstudie

Für die Untersuchung wurden 760.000 Schüler von 1999 bis 2015 beobachtet. 28,5% der homo- und transsexuellen Studienteilnhemer gaben an, in diesem Zeitraum (also vor der Einführung des Gesetzes) versucht zu haben, sich das Leben zu nehmen. Die Forscher fanden auch heraus, dass die Suizidrate seit der Legalisierung allgemein um etwa 7% gefallen ist – bei homosexuellen und transsexuellen Schülern waren es sogar 14%.

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Sie (die Teilnehmer der Studie) sind High-School-Schüler und denken daher auch noch nicht darüber nach, in nächster Zeit zu heiraten“, erklärt die Leiterin der Studie, Julia Raifman in einem Statement. Trotzdem hat die Legalisierung dazu geführt, dass das Stigma, das man mit ‘andersartiger’ sexueller Orientierung assoziiert, bekämpft wird. Es geht um Gleichberechtigung – und auch wenn die Schüler selbst keine Vorteile daraus ziehen, hilft es trotzdem…” – nämlich dabei, dass sich junge Menschen zugehörig fühlen und merken, dass sie in einem toleranten Umfeld leben, das sie akzeptiert und wertschätzt – so wie sie sind.

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Quelle: Difference-in-Differences Analysis of the Association Between State Same-Sex Marriage Policies and Adolescent Suicide Attempts