Langsam aber sicher ist der Sommer nicht mehr aufzuhalten und damit geht auch die Eissaison wieder los. Bei Vanille oder Schokolade kann fast niemand nein sagen. Aber wisst ihr eigentlich, woran man selbstgemachtes Eis erkennen kann oder warum es immer diese merkwürdigen Servietten in der Eisdiele gibt?

Wir haben fünf spannende Fakten rund ums Eis für euch, mit denen ihr bei eurem nächsten Besuch im Eissalon garantiert etwas angeben könnt.

1. Daran könnt ihr selbstgemachtes Eis erkennen

Selbstgemachtes Eis mit natürlichen Rohstoffen erkennt ihr häufig daran, dass es in den Eis-Wannen nicht so hoch drapiert wird. Riesig aufgetürmte Eisberge, die aus den Schalen ragen, deuten nämlich auf besonders viele Zusatzstoffe hin. Denn nur durch diese bleibt das aufgetürmte Eis auch in Form. Auch ein Zungentest gibt Aufschluss über ungewollte Zusätze: Spürt man nach dem Schlecken einen Fettfilm auf der Zunge, könnte das auf Emulgatoren und pflanzliche Fette im Eis hindeuten. Natürlich ist die Anzahl der angebotenen Sorten ein weiteres Indiz dafür, ob das Eis selbstgemacht ist oder nicht. Je weniger, desto besser!

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2. Deshalb gibt es keine vernünftigen Servietten

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum es in einer Eisdiele eigentlich nie richtige Servietten gibt, sondern immer nur diese harten, nicht saugfähigen, kreppartigen Imitationen? Das liegt daran, dass die Papierstreifen ursprünglich nur dafür hergestellt wurden, um den Kunden das Eis zu reichen, ohne die Waffel zu berühren. Inzwischen sind diese dünnen Papierchen aber die Standard-Servietten in fast jeder Eisdiele.

3. Gehirnfrost nach dem Eisessen? So ensteht der Kälteschmerz

Du isst Eis und plötzlich jagt dir ein stechender Schmerz durch deinen Kopf? Genau diesen Kälteschmerz nennt man Gehirnfrost oder auch “brain freeze“. Nach einem Bericht des britischen Medical Journal, verspürt jeder Dritte wenige Sekunden nach dem Verzehr von eiskalten Speisen oder Getränken dieses Phänomen. Gefährlich ist es zum Glück aber nicht. Nimmt man zu schnell sehr kaltes Essen zu sich, wie zum Beispiel Eis, ziehen sich die Blutgefäße zusammen, um einen Verlust der Körpertemperatur zu verhindern. Sobald das Kälteempfinden verschwindet, entspannen sich die Blutgefäße wieder und es ensteht ein sehr schneller Blutfluss direkt zum Gehirn. Und genau dieser verursacht einen stechenden Schmerz in der Hirngegend. 

4. Warum heißt es eigentlich EisDIELE?

Die Bezeichnung „Eisdiele“ hat einen ganz simplen und pragmatischen Grund: Viele der im 19. Jahrhundert eingewanderten italienischen Händler verkauften ihr Eis aus einem Wagen oder aus dem Fenster ihrer eigenen Wohnung. Damit die Kunden besser an die Verkaufsöffnung kamen, legten ihnen die Verkäufer Dielenbretter unter die Füße. Die „Eisdiele“ war geboren.

5. Wer hat eigentlich das Speiseeis erfunden?

Der Ursprung des Speiseeises liegt nicht in Italien, wie die meisten wahrscheinlich vermuten würden, sondern in China und Griechenland. Dort wurde im dritten Jahrtausend vor Christus das erste Mal Schnee mit Honig und Zimt vermischt.