Es ist eine Entscheidung über Leben und Tod: Darf der kleine Charlie weiterleben oder sollen die Maschinen, die ihn am Leben halten, abgeschaltet werden?

Charlie ist mit MDS, einer schweren Muskelschwundkrankheit, auf die Welt gekommen. Die Krankheit gilt aktuell noch als unheilbar, lediglich die Symptome können mithilfe von Medikamenten gelindert werden.

Da die behandelnden Ärzte am Great Ormond Street Hospital in London dem kleinen Charlie keine Überlebenschancen mehr ausrechnen (mehr darüber hier), hat ein britisches Gericht entscheiden, dass die Ärzte dem Baby das “Sterben in Würde” ermöglichen dürfen. Doch Charlies Eltern, Connie Yates und Chris Gard, wollen ihr Baby noch nicht aufgeben: Sie wollen es ein letztes Mal mit einer Spezialtherapie in den USA versuchen. Deshalb fochten sie das Urteil des britischen Gerichts an. Der Fall landete vor dem Europäischen Gerichtshof – die Richter dort müssen nun entscheiden, ob das zehn Monate alte Baby weiterleben darf oder nicht.

 

Das Urteil sollte eigentlich am 13. Juni gefällt werden, die Entscheidung wurde aber noch nicht getroffen. Nun wurde der Fall auf den 19. Juni verschoben – dann wird endgültig entschieden, ob der kleine Charlie die Augen für immer schließen muss.