Ehrlich währt am längsten

Beginnen wir mit den Basics: Verwende ein aktuelles, bodenständiges Foto von dir und formuliere eine ehrliche Beschreibung deiner Person. Es hat unterm Strich keinen Sinn sich im Web als Cameron-Diaz-Look-alike zu präsentieren, denn die Realität sieht – ohne hier jemandem nahe treten zu wollen – meist anders aus. Und das schürt wiederum Erwartungen, die keiner Realität standhalten.

Go real or go home!

Angenommen du hast Tipp 1 befolgt und präsentierst dich im Web als reale, greifbare Person – nimm nicht automatisch an, dass dein virtuelles Gegenüber dieselbe Strategie verfolgt. Auf Online-Dating-Portalen wird meist mehr gelogen und geflunkert, als vor Gericht. Und außerdem: Unterschätze niemals, wirklich niemals, die Macht von Photoshop!

Den Durchblick bewahren

Selbstportraits im Netz sind meist gespickt mit versteckten Botschaften über das wahre Ich und Äußere der betreffenden Person. Zum Beispiel: Er beschreibt sich als “gemütlicher Knuddelbär” – heißt meist nichts anderes als: Ich bin ein molliger Couchpotato. Oder: Er schreibt, “Mir wurde schon gesagt, dass ich attraktiv bin” – womöglich handelt es sich dabei um ein Zitat aus Mamas Mund. Also: Achtsam sein und zwischen den Zeilen lesen!

Von Verbal-Schnörkeln & anderen Schrecklichkeiten…

Ultra-Romantikern sollte man im World Wide Web nicht über den Weg trauen. Der Grund: Er hat wohl den Intensiv-Kurs in “Was Frauen hören wollen” drei Mal belegt und will dich – so schade es ist – mit einer Hand voll blumiger Floskeln nur ins Bett kriegen.

Die Formel zum Glück

Um auf der sicheren Seite zu sein, befolge folgende Formel bei der Analyse seiner persönlichen Eckdaten: Zieh 5 Zentimeter bei der Körpergröße ab, verdopple sein Gewicht, halbiere sein Gehalt und addiere so um die 10 Jahre zu seinem Alter hinzu. So kommst du der Realität wohl ziemlich (im schlimmsten Fall erschreckend) nahe.

Wage den nächsten Schritt

Mit Ausnahme von Tinder und anderen Dating-Apps die Quick-Chat-Features anbieten, kommuniziert man auf klassischen Dating-Websites zu Beginn oft über E-Mail-artige Programme. Das Problem daran: Mit viel Zeit und “Google” im Nacken, kann so ziemlich jede x-beliebige Dumpfbacke zum großen IQ-Poeten mutieren. Per SMS oder What’sApp bekommt man einen besseren Eindruck davon, wie der potenzielle Mann fürs Leben seinen Alltag gestaltet und in schnellen Konversationen reagiert. Man darf also ruhig auf ein anderes Kommunikations-Medium switchen, um zu erkennen, woran man ist.

Miss Undercover

Gib keine Informationen über deinen genauen Standort oder deine Wohn/Büroadresse preis. Es gilt: Safety first! Während bestimmt auch einige schnuckelige Normalos die Traumfrau im Netz suchen, könnte es durchaus passieren, dass man sich statt einem gestandenen Mr. Right einen handfesten Stalker angelt.

Die goldene Regel

Für das erste Treffen gibt es eine goldene Regel: Datet einander an einem öffentlichen Ort. Das bedeutet: nicht in deiner Wohnung, nicht in seiner Wohnung. Optimal sind kleine, gemütliche (nicht ranzige) Restaurants oder Bars.

Spread the news!

Weih deine Freunde ein! Erstens ist es das Schönste überhaupt die prickelnde Kennenlernphase mit den besten Freundinnen zu teilen. Und zweitens sollte in jedem Fall jemand darüber informiert sein, dass du auf der virtuellen Suche bist und dich mit Fremden (ja, auch wenn man sich nach nächtelangen Chat-Konversationen sehr verbunden fühlt, der Mensch ist und bleibt ein Fremder) triffst.

Abtasten erlaubt

Versuch die Person so gut es geht im Vorfeld kennen zu lernen. Frag nach seinen Gewohnheiten, Vorlieben und einigen Eckdaten aus seiner Vergangenheit. Das hilft dir nicht nur die Person besser einzuschätzen, sondern liefert beim ersten Treffen auch jede Menge Gesprächsstoff.

Gnadenlos durch die Nacht

Keine Gnade! Wenn dir ein Typ nach den ersten Zeilen nicht ganz koscher vorkommt…NEXT! Das Web ist ein flüchtiger und unverbindlicher Ort. Kein Grund sich mit Freaks aufzuhalten.

Happy End erwünscht, erhofft, erträumt?

Zu guter Letzt ein Rat, der von Herzen kommt: Hab Spaß, sei du selbst und lass dich auf Abenteuer ein. Wer weiß, vielleicht kommt ja etwas wirklich Gutes dabei raus.