„Instagram scheint von stolzen Vorher-Nachher-Bildern überflutet zu werden – und die Mädchen, die darauf zu sehen sind, sind laut Bildbeschreibung scheinbar alle ‘glücklicher als je zuvor’. Ich habe auch so ein Bild, aber ich kann nicht stolz darauf sein.“, schreibt Amanda auf ihrem Blog realliferecoverydiary.com.

Der Titel des Blogs (Anm.: recovery = Genesung, Erholung) lässt den Hintergrund ihres Postings bereits vermuten: Amanda fühlte sich schon in jungen Teenagerjahren stets zu dick und nahm dann so radikal ab, dass sie an Magersucht erkrankte. Auf ihrem Blog lässt die Autorin aus dem US-Bundesstaat Maryland ihre Follower nun an ihrem Weg zur Besserung teilhaben – ehrlich und unverfälscht. Sie schreibt: „Würde man den Hintergrund zu meinem Foto nicht kennen, würde man mir gratulieren und mir sagen, wie toll mein Körper aussieht. Das ist genau das Problem in unserer Gesellschaft: Gewichtsabnahme wird immer als Zeichen von Gesundheit verstanden. Aber für mich (und viele andere junge Frauen) bedeutet es das genaue Gegenteil. Um ehrlich zu sein wäre ich gerne wieder das Mädchen auf der linken Seite – nicht zwingend in Sachen Kleidergröße, aber was Freude und Zufriedenheit betrifft.“

Obwohl der Hintergrund ein trauriger ist, können wir uns hiermit nur an Amandas Appell anschließen: Vielleicht sollten wir eher #transformations anstreben, die unsere Seele, Träume und Kreativität wachsen und nicht die Anzeige auf der Waage schrumpfen lassen.