70 Prozent der Mütter und 74 der Väter haben eines ihrer Kinder lieber, als das andere. Der Großteil der Eltern bevorzugt dabei die erstgeborene Tochter oder den erstgeborenen Sohn. Zutage gefördert wurden diese Erkenntnisse von einem Forscher-Team der Universität von Kalifornien

Insgesamt wurden 768 Familien befragt. Alle Familien bestanden aus zwei Elternteilen und zwei Kindern, die nicht länger als vier Jahre auseinander waren. Obwohl die Eltern nicht spezifisch angaben, welches ihrer Kinder sie bevorzugt behandeln, geht aus der Befragung der Kinder ein eindeutiges Ergebnis hervor. Die Geschwister wurden nämlich allesamt befragt, ob sie von ihren Eltern unterschiedlich behandelt werden und ob dies ihr Selbstbewusstsein beeinflusst.

Es zeigte sich: Jüngere Kinder neigen aufgrund der Bevorteilung ihrer älteren Geschwister eher zu einem geringen Selbstbewusstsein

Für Studienleiterin Katherine Conger kam dieses Ergebnis überraschend. Sie sei davon ausgegangen, dass die älteren Geschwister sich eher unfair behandelt fühlen. Im Interview mit der Online-Plattform Quartz sagte sie: “Unsere Arbeitshypothese war, dass ältere Erstgeborene stärker von der wahrgenommenen unterschiedlichen Behandlung beeinflusst werden. Und zwar aufgrund ihres Status als älteres Kind, der ausgeprägteren Macht aufgrund von Alter und Größe und der längeren Zeit, die mit den Eltern verbracht wurde.”