Haarentfernung im Intimbereich ist ein Trend, der sich stetig fortsetzt: Dies zeigt jetzt auch eine Studie des Journal JAMA Dermatology vom Juni 2016: Bei dieser Untersuchung wollte man die Motive sowie die Praktiken von Frauen bei der Haarentfernung analysieren.

Die Testpersonen wurden zu der Gestaltung ihrer Schambehaarung, ihren Motiven und ihren praktischen Vorlieben befragt. Dabei konnte man feststellen, dass 83,8 % der Amerikanerinnen regelmäßig ihre Schambehaarung entfernt, nur 16,2 % tun dies nicht. Außerdem konnte gezeigt ewrden, dass ab einem Alter von 45 Jahren die Bereitschaft zur Haarentfernung untenrum deutlich sinkt. Die Altersgruppe der 14- bis 18-jährigen ist laut Studie bei der Haarentfernung am aktivsten.

Frauen mit College-Abschluss oder Bachelor-Titel würden sich eher die Haare entfernen, ebenso wie Frauen weißer Herkunft. Bei Einkommen, Beziehungsstatus und Wohnort konnten keine Zusammenhänge mit der Haarentfernung festgestellt werden.

Die Motive (hier war eine Mehrfachnennung möglich): 59 % gaben an, sich nach einer Intimrasur hygienischer zu fühlen, für 45,5 % gehört das Rasieren zur täglichen Pflegeroutine, 31,5 % wollen durch eine Rasur ihre Genitalien attraktiver erscheinen lassen, 21,1 % gestalten ihren Intimbereich nach den Vorlieben ihres Partners. 55,6 % gaben an, sich vor allem “Vor dem Sex” zu enthaaren, 45,7 % tun es “Vor dem Urlaub” und 40 % vor dem Arzttermin.

Die Forscher stellten außerdem fest, dass die Haarentfernung auch Auswirkungen auf die sexuellen Aktivitäten der Testpersonen haben: Jene Befragten, die angegeben haben, ihre Schambehaarung zu trimmen, hatten der Studie zufolge doppelt so viele Partner und wiesen ein höheres Maß an sexuellen Aktivitäten auf, Oralsex inklusive.

Die Forscher warnen in ihrem Bericht allerdings auch vor den Verletzungsrisiken durch die Haarentfernung: Beim Rasieren sei die Gefahr am höchsten, übergewichtige Frauen hätten hier ein besonders hohes Verletzungsrisiko. Allerdings betonen die Forscher auch die Vorteile einer Haarentfernung, beispielsweise den Rückgang des Filzlausbefalls in der Bevölkerung.