Auf einer Nerz-Farm in Zentralfrankreich sind mit dem Coronavirus infizierte Tiere entdeckt worden.

1.000 Nerze sollen nun gekeult werden, wie das Landwirtschaftsministerium am Sonntag mitteilte.

Coronavirus auf Nerz-Farm: 1.000 Tiere sollen gekeult werden

Betroffen ist demnach ein Betrieb im Departement Eure-et-Loire südwestlich von Paris. Insgesamt seien zwei Farmen in Frankreich getestet worden, eine davon negativ. Bei zwei weiteren erwartet man die Ergebnisse erst im Laufe der Woche.

Corona-Fälle bei Nerzen auch in anderen Ländern

Positive Corona-Fälle bei Nerzen gab es zuvor bereits in Schweden, Griechenland und den Niederlanden. In Dänemark wurde zudem festgestellt, dass das Virus mutiert ist. Experten befürchten, dass ein Impfstoff bei einer Rückübertragung auf den Menschen dann weniger wirksam sein könnte. Rund 17 Millionen Nerze sollten deshalb in Dänemark getötet werden. Dem Gesundheitsministerium in Kopenhagen zufolge ist das mutierte Virus “aller Wahrscheinlichkeit nach” ausgerottet. 

Nerz-Zucht in Dänemark ist ein Corona-Risiko

Nachdem man das Coronavirus in 207 Nerzfarmen in Dänemark nachgewiesen und sich zwölf Menschen Angaben zufolge dadurch mit einer neuartigen Form des Virus angesteckt hatten, beschloss die dänische Regierung die Tötung aller Nerze im Land. “Es ist notwendig, alle Nerze zu keulen”, hatte die Premierministerin Mette Frederiksen Anfang November verkündet. Rund zwei Millionen Nerze aus Pelzfarmen sind in Dänemark bisher bereits gekeult worden, weil sie eine mutierte Form des Coronavirus Sars-CoV-2 auf den Menschen übertragen können. Doch nun stellt sich heraus, dass es gar keine rechtliche Grundlage für der Pelztiere außerhalb der Risikozonen im Land gibt.

“Wir haben einen Fehler begangen. Es gibt keine gesetzliche Befugnis, um Nerzzüchter außerhalb der 7,8-Kilometer-Zonen zu bitten, ihre Nerze zu schlachten”, sagte Jensen am Dienstag dem Sender TV2. Dies habe er bei der Bekanntgabe nicht gewusst. Es ändere aber nichts daran, dass durch die Nerzzucht in Dänemark in Corona-Zeiten ein Risiko bestehe. Die Züchter sollten mit Blick auf die Volksgesundheit damit weitermachen, die Tiere zu töten. Insgesamt geht es um 17 Millionen Tiere.

(Quelle: Reuters / red)