Dieses Posting in einem Elternforum löst im Netz eine heftige Diskussion aus: Ein Vater kündigt darin an, sein zwölf Monate altes Baby tätowieren zu lassen – und zwar aus einem bestimmten Grund. Denn laut Angaben des Vaters gleichen sich seine eineiigen Zwillinge Aaron und Adam aufs Haar – nur einen einzigen Unterschied haben die beiden: Während der eine kerngesund ist, muss der andere wegen einer seltenen Krankheit alle vier Stunden starke Medikamente einnehmen.

Im Elternforum beschreibt er sein Problem: “Meine Frau und ich können unsere Söhne kaum auseinanderhalten. Damit Adam nicht versehentlich Aarons Medikamente bekommt, markieren wir Adams Arm jeden Tag mit einem Permanentmarker.” Doch als eines Abends die Großmutter auf die Kleinen aufpassen sollte und die beiden badete, endete das Ganze fast in einer Katastrophe: “Die Markierung wurde abgewaschen und ihre Großmutter verabreichte versehentlich Adam die Medikamente, die eigentlich für Aaron bestimmt waren.” Durch die verspätete Einnahme musste Aaron ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Ein Punkt am Fuß als Kennzeichen

Damit es nie wieder zu solchen Verwechslungen kommen kann, überlegt der Vater nun, einem seiner Söhne einen kleinen Punkt auf den Fuß tätowieren zu lassen. Doch mit seiner Idee stößt er auf die unterschiedlichsten Reaktionen: Während viele Eltern im Netz Verständnis zeigen und das Tattoo als lebensrettende Maßnahme sehen, gibt es Gegenstimmen, die ihm heftig davon abraten, ein kleines Kind tätowieren zu lassen. Ihr Argument: Selbst das kleinste Tattoo füge dem Baby Schmerzen zu.

Kein gesetzliches Mindestalter

In Deutschland und Österreich gibt es kein gesetzliches Mindestalter für Tätowierungen, solange die Eltern ihre Zustimmung gegeben haben. Die meisten Tätowierer halten sich jedoch an eine Art Ehrenkodex und stechen nur, wenn sie es verantworten können – sei es nun das Alter, die Körperstelle oder das Motiv.