Die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg hat nach 15 Tagen auf See nun wieder Land unter den Füßen. Gestern kam die 16-jährige Schwedin in New York an. Hunderte Fans, Unterstützer und Journalisten erwarteten sie bereits. 

Um bei dem UN-Weltklimagipfel in New York teilzunehmen, entschied sich die 16-Jährige gemeinsam mit ihrem Vater so emissionsfrei wie möglich in die USA zu reisen.

Greta Thunberg: Mit Segelboot von Plymouth nach New York

Am Mittwochnachmittag erreichte die 16-jährige Schwedin die USA. 17 Segelboote mit den 17 Symbolen für die UN-Nachhaltigkeitsziele begrüßten die Klimaaktivistin vor Manhatten. Begleitet von einem Konvoi aus anderen privaten Booten segelte sie den Hudson River hinauf zum Hafen. Mit ihrem berühmten Protestschild “Skolstrejk för klimatetin” in der Hand ging sie schließlich vom Bord der Segelyacht und wurde in New York von hunderten Aktivisten freudig empfangen. Greta wird am 23. September beim UN-Klimagipfel eine Rede halten. Bis dahin will sie sich etwas ausruhen und sich auf den Gipfel vorbereiten.

Thunberg will kein Treffen mit Donald Trump

Ein Treffen mit US-Präsident will Greta Thunberg nicht. “Meine Nachricht an ihn: Hör auf die Wissenschaft! Aber das macht er offensichtlich nicht. Ich kann nicht jeden überzeugen.”, so die 16-Jährige. Wie Gretas harte Kritik gegen die weltweite Klimapolitik in den USA ankommen wird, ist noch unklar. Denn dort ist die junge Schwedin noch nicht so bekannt, wie in Europa.

Kritik gegen Thunberg: Segeltörn doch nicht komplett umweltfreundlich

Vor zwei Wochen startet Greta Thunberg gemeinsam mit ihrem Vater Svante Thunberg, dem Skipper Boris Herrmann und dem Mitsegler Pierre Casiraghi ihre Reise nach New York. Mit der Malizia II segelten sie von Plymouth im Süden von England in die USA. Bereits im Vorfeld hagelte es allerdings auch Kritik. Denn eine andere sechsköpfige Crew wird von New York mit der Hochsee-Yacht zurücksegeln. Diese wird allerdings mit dem Flieger nach Amerika reisen. Für sechs Personen rechnet der Emissionsrechner von atmosfair mit 3.131 Kilo CO2-Emissionen. Ein Jahr Autofahren braucht vergleichsweise 2.000 Kilo. Wären nur Greta und ihr Vater in den Flieger gestiegen, wären es 1.044 Kilogramm CO2-Emissionen und damit weitaus emissionsfreier, so der Vorwurf.