Ein etwas übermütiger Schreiberling des (milde formuliert sexistisch angehauchten) Lifestyle Blogs Barstool Sports hat sich mit Rihanna angelegt. Der besagte Herr, Chris Spags, veröffentliche vor einigen Tagen einen Blog-Eintrag mit dem Titel “Schafft es Rihanna ‘fett’ zum neuen Trend zu machen?”.

Body Shaming wie es im Buche steht…

In seinem vermeintlich humorvollen Meisterwerk lässt sich der (vermeintliche) Journalist ordentlich über die paar Extra-Kilos aus, die die 29-jährige Sängerin zugelegt haben soll, und provoziert mit Aussagen wie “Sie hat den guten Room-Service wohl etwas zu lange genossen…”, “Sie sieht aus wie in einem Sumo-Suit…” oder “…sie inspiriert damit alle hotten Girls so auszusehen wie die Menschen in ‘Wall-E'”.

Nicht mit RiRis Fans

Aber was hat sich der Gute dabei nur gedacht? Wo war das Vögelchen, das ihm hätte zwitschern sollen, dass es alles andere als witzig ist, sich über die Körper von anderen Menschen lustig zu machen? Sofort nachdem der Artikel im Netz die Runde machte, gingen die treuen Fans der Sängerin auf Spags los und bestraften ihn mit zahlreichen empörten Kommentaren auf Twitter und Co – bis der Artikel von der Website entfernt wurde.

Und auch die Sängerin selbst teilte auf Instagram eine Antwort auf den fiesen Artikel – natürlich ganz so, wie wir sie kennen und lieben: Ziemlich unaufgeregt und cool. Mit ihrem Meme spielt sie auf den Gewichtsverlust des Rappers Gucci Mane an.

😢

Ein Beitrag geteilt von badgalriri (@badgalriri) am

Der Gründer von Barstool Sports hat den Artikel seines Redakteurs nach viel Kritik zwar entfernen lassen, versteht die ganze Aufregung um den “verdammt komischen” Text allerdings trotzdem nicht ganz.

Body Shaming den Wind aus den Segeln nehmen

Dass Rihanna sowieso immer unglaublich heiß aussieht – ob mit ein paar Kilos mehr oder weniger – ist sowieso keine Frage. Aber darum geht es ja eigentlich auch nicht. Geschmäcker sind verschieden, eine eigene Meinung zum Aussehen einer Person zu haben gibt allerdings niemanden das Recht, diese in solch einer Form kundzutun. Schon gar nicht, um damit Klicks zu generieren und einen Haufen bierbäuchiger Vollpfosten (die in echt nur sehr, sehr traurig sind, dass sie niemals eine Power-Frau wie Rihanna abbekommen würden) zu unterhalten. Denn die Wahrheit ist doch, dass sich besagte Männer auch deshalb so gern offen abschätzig über Frauenkörper unterhalten, weil es ihnen Macht über uns gibt. Aber diese Zeiten sind sowas von vorbei.

via GIPHY