Renovieren – Schönheitsreparaturen

„Renovieren“ stammt von dem lateinischen Wort „renovare”, was so viel wie erneuern bedeutet. In erster Linie besteht einer Renovierung aus Ausbesserungen von Schäden, die durch Abnutzung oder den täglichen Gebrauch entstanden sind. Im Vordergrund steht hier eine optische Verbesserung, da die Schäden die Wohnqualität nicht unmittelbar beeinträchtigen und nicht zwangsläufig nötig wären. So bedarf es für eine Renovierung nicht unbedingt eines vorangegangenen Schadens, sondern einfach nur einer Laune des Mieters oder Eigentümers, die Farbe an den Wänden zu streichen oder die Tapete zu erneuern. Solche Arbeiten lassen sich in aller Regel auch alleine oder mit der Hilfe von Freunden und Familie erledigen, ohne für die Kosten eines Handwerkers aufkommen zu müssen. Zu den typischen Beispielen von Renovierungsmaßnahmen zählen neben den bereits erwähnten auch der Anstrich der Fassade oder die Erneuerung des Bodenbelags.

Sanieren – Wiederherstellung der Gebrauchsfähigkeit

Im Gegensatz zu einer Renovierung ist bei einer Sanierung ein ernsthafter Mangel der Reparatur vorausgegangen. Sie wird durchgeführt, wenn an der Wohnimmobilie ein Schaden beheben werden soll, um den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Sollte zum Beispiel ein schweres Unwetter Teile des Daches zerstört haben, handelt es sich um einen Schaden, der behoben werden muss, um das Haus wieder gebrauchsfähig zu machen – somit wird die Ausbesserung als Sanierung bezeichnet. In der Regel können solche Arbeiten nicht von Privatpersonen durchgeführt werden und bedürfen ausreichender Beratung und Erfahrung durch entsprechendes Fachpersonal, damit die Qualität der Wohnung oder des Hauses gewährleistet wird. Als Beispiele für Sanierungsmaßnahmen sind die Beseitigung von Schimmel, das Trockenlegen eines nassen Kellers oder eben die Reparatur eines undichten Dachs zu nennen.

Modernisierungsarbeiten an Altbauten lassen die Immobilienpreise in die Höhe steigen / pixabay.com CC0 Public Domain

Modernisieren – Auf den neuesten Stand bringen

Bei einer Modernisierung geht es darum, die Immobilie auf den neuesten Stand zu bringen, was bedeutet, dass davon in der Regel vornehmlich Altbauten betroffen sind. Wohneigentümer ergreifen oftmals solche Maßnahmen, damit sich langfristig die Kosten für Wasser und Energie senken lassen können. Ein positiver Nebeneffekt: Durch eine Modernisierung steigt der Wert einer Immobilie. Allerdings nehmen Wohnbaugesellschaften und Investoren das auch zum Anlass, um veraltete Bausubstanz zu modernisieren, um sie danach zu einem höheren Preis vermieten zu können. Eine vor allem in Großstädten gängige Praxis. So wurden zum Beispiel in Städten wie Berlin viele Altbauten in beliebten Vierteln modernisiert und anschließend teurer vermietet, wodurch langjährige Mieter unter Umständen verdrängt werden, da sie sich die Kosten nicht mehr leisten können. Jedoch gibt es auch vom Gesetzgeber vorgeschriebene Modernisierungsmaßnahmen, so zum Beispiel bei mangelhaftem Brandschutz. Weitere Maßnahmen sind Wärmedämmung, das Einsetzen von Isolierglasfenster und der Austausch einer veralteten Heizung.

Und wer zahlt das alles?

Wer letzten Endes die Kosten zahlt, hängt von dem Wohnverhältnis, der Art des Schadens und damit zusammenhängend der Art der Reparatur ab. Wer selbst im Eigentum einer Wohnimmobilie – sei es Wohnung oder Haus – ist, muss die Kosten für Renovierung, Sanierung und Modernisierung in aller Regel selbst bezahlen, es sei denn, die Schäden sind durch eine entsprechende Versicherung, wie zum Beispiel eine Elementarversicherung gedeckt. Auch als Mieter müssen kleinere Schönheitsreparaturen selbst bezahlt werden. Je nach Mietvertrag werden Mietwohnungen aber oftmals in renoviertem Zustand übergeben, welchen die Mieter nach Ende des Mietverhältnisses dann auch wieder herstellen müssen.

Besonders die kostspieligen Modernisierungsarbeiten werden stets vom Eigentümer übernommen, was jedoch für Mieter eine Mieterhöhung oder sogar eine Kündigung des Mietverhältnisses zur Folge haben kann, da durch die Arbeiten der Wert gesteigert wird. Privatpersonen, die ihr Haus auch selbst nutzen, werden von einer solchen Wertsteigerung zunächst nicht viel haben. Auch für Einsparungen der Wasser- und Energiekosten müssen zunächst höhere Beträge zur Verfügung stehen.

Dafür eignet sich am besten einen Kredit. Da Banken Kredite zu unterschiedlichen Konditionen anbieten, lohnt sich hier ein Vergleich, am besten über ein Vergleichsportal. So können nämlich sowohl die maximale Darlehenshöhe, als auch die Zinsen und die Höhe der Raten stark variieren. Der optimale Kredit hängt hierbei aber auch mit der geplanten Modernisierungsmaßnahme zusammen. So kostet zum Beispiel die Anschaffung einer Gasheizung mit Solarthermie 5000 Euro. Für die Installation fallen weitere Kosten von etwa 1500 Euro an.

Ein Kredit eignet sich doch, wie bereits erwähnt, vor allem für die teuren Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Wer lediglich seinen Wänden eine neue Farbe verpassen möchten, dürfte mit Sicherheit auch mit geringen Mitteln den gewünschten Erfolg erzielen.