New year, new me! Na, habt ihr auch schon eure Vorsätze für 2023 verschriftlicht? Und wenn ja, wie viele davon haben mit eurem Körper zu tun? Direkt zum neuen Jahr haben wir ein paar Gründe, warum uns diese Diät-Vorsätze zum Jahreswechsel einfach nur nerven!

Bitte hört auf, uns eure Diäten anzupreisen!!

Warum bestehen so viele Neujahrsvorsätze eigentlich aus Diäten?

Es ist wohl der Neujahrsvorsatz, der sich schon bei (fast) jedem einmal auf die Liste geschlichen hat: Abnehmen. Denn das neue Jahr bringt schließlich unendliche Möglichkeiten, warum denn nicht auch etwas Gutes für den Körper tun? Warum die ewig gleichen Sport- und Diät-Vorsätze aber einfach nur toxisch sind und wir sie in diesem Jahr ein für alle Mal an den Nagel hängen, haben wir für euch zusammengefasst!

1. Und morgen bin ich ein ganz anderer Mensch?

Zu Silvester noch schön Raclette futtern, bis spät in die Nacht mit den Liebsten feiern und am nächsten Tag dann topfit durch die Stadt joggen und nur mehr Green Juice und Co konsumieren? Als würde das klappen! Der Druck, den 1.1.2023 zu einem ganz besonderen Tag zu machen, ist einfach viel zu groß. Da vergessen wir viel zu oft darauf, dass die Nachwehen von Silvester länger andauern können.

Und gegen einen Kater hilft bekanntermaßen Comfort Food besonders gut. Kaum haben wir das dann verdrückt, kommt auch schon das schlechte Gewissen des Jahres: denn ist der 1.1. nicht perfekt, sind die Vorsätze ohnehin schon verloren, oder? Tja, so viel zu dem „New Year, New Me“-Ansatz.

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2. Die (nicht) gut gemeinten Tipps der Werbung

Pünktlich vor Silvester und den ganzen Jänner über trudeln sie ein: die Werbekampagnen, Plakate und Videos, die einem versichern: mit diesem Produkt kann man endlich das Traumgewicht erreichen. Noch bevor das erste Feuerwerk gestartet hat, werden unsere Vorsätze also von Werbungen, Influencer:innen und Co geprägt, die uns vermitteln, dass der Traumkörper einfach auf JEDE Vorsatzliste muss! Trink nur täglich diesen Tee und du siehst aus wie ein Topmodel!

Eine Bitte von uns: Hört auf mit dieser Werbung! Denn abgesehen davon, dass die meisten dieser Produkte nichts bringen, vermitteln sie auch dieses toxische Bild, dass zu einem Neuanfang IMMER ein schlanker Körper gehören muss. Und davon sollten wir uns doch mittlerweile endlich verabschiedet haben.

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3. Nein, die Sonderangebote im Fitnesscenter zahlen sich nicht aus

Apropos Werbung. Habt ihr schon euer Neujahrsangebot für die Sportkurse bekommen oder den besonders lukrativen Deal für das Fitnesscenter nebenan? Wenn ihr euch nur lang genug verpflichtet, zahlt ihr im Monat viel weniger als bei einem Probeabo.

Tja, und schon ist man im Fitnesscenter – und hat nicht die geringste Ahnung, was man tun soll! Oder einfach doch keine Lust mehr. Denn das Abo abzuschließen war doch deutlich aufregender, als tatsächlich auf dem Crosstrainer zu schwitzen … So einfach wie in den ganzen Hollywood-Filmen und Musikvideos ist es dann doch nicht, seine Gym-Routine zu finden. Und wieder gewinnt die Werbung! Denn während wir nach wenigen Fitnesscenter-Besuchen das Handtuch werfen, profitiert das Unternehmen weiterhin von unseren Einzahlungen.

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4. Hallo Crash-Diät

Na gut, wir sind also auf die Werbungen und Pinterest-Postings reingefallen und haben auf unsere Neujahrsvorsatz-Liste auch den gesünderen Körper gesetzt. Die Folge: Der Jänner wird zur absoluten Sport- und Ernährungsschallenge. Im trägen Monat nach Weihnachten nehmen wir das auch alles noch sehr ernst, gehen ins (frisch abonnierte) Fitnesscenter, trinken unseren (von Influencerinnen beworbenen) Tee und protokollieren alles, was wir zu uns nehmen.

Wir leben in einem Extrem! Bis dann der eine Tag kommt, an dem wir merken: die Arbeit ist uns doch ein bisschen zu viel. Wir sehen das Fitnesscenter also wieder nur beim Vorbeifahren, gönnen uns wieder Cocktails und ignorieren die Benachrichtigungen der Fitness-App. Ein klassischer Fall einer Crash-Diät also, bei der die nachhaltigen Effekte einer gesunden Ernährung nie zum Greifen kommen. Denn der Druck, den wir uns selbst zu Beginn des Jahres aufbauen, endet meistens darin, dass wir frustriert das Handtuch werfen – und die Diät getrost auf die Vorsatzliste fürs nächste Jahr setzen.

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5. Warum muss es denn immer um den Körper gehen?

Zu guter Letzt bleibt eigentlich nur eines zu sagen: wer sich den Vorsatz nimmt, gesünder zu leben oder mehr auf seinen Körper zu achten, macht bestimmt nie etwas falsch. Das Problem liegt jedoch in dem Druck, schlank zu sein, bestimmten Diäten zu folgen und dem verzerrten Schönheitsideal aus Social Media zu entsprechen.

Vielleicht sollten wir uns bei unseren Vorsätzen also lieber auf die Dinge fokussieren, die unser Leben wirklich bereichern. Statt sich eine konkrete Kilogramm-Zahl als Wunschgewicht zu notieren, ist vielleicht ein täglicher Spaziergang eine gute Alternative, um sowohl für Körper als auch Geist etwas Gutes zu tun. Und statt dem Diätplan von diesem oder jenem Promi strickt zu folgen, ist es vielleicht besser, einfach einmal auf den eigenen Körper und seine Bedürfnisse zu hören. Denn ganz ehrlich: was bringt ein dünner Körper, wenn es ein unglücklicher ist?

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