Wegschmeißen oder noch essen? Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung ist ein wichtiger Richtwert. Doch die meisten Lebensmittel sind oft länger haltbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist lediglich ein Qualitätsversprechen vom Hersteller. Bei korrekter Lagerung verliert das Lebensmittel in dieser Zeit nichts an Qualität. Anders ist es mit dem Verbrauchsdatum. Besonders auf Packungen von frischem Fleisch oder Fisch steht oft: “Zu verbrauchen bis …”. Da sollte man keine Kompromisse machen, denn es könnten sich Keime gebildet haben, die nicht zu sehen oder zu schmecken sind.

Wie genau muss man das Mindesthaltbarkeitsdatum nehmen?

Andere Lebensmittel haben dagegen das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf der Packung. Beispielsweise Nudeln, Reis und Kaffee enthalten nur wenig Wasser und sind oft noch deutlich länger genießbar als angegeben. Eine Schokolade, die laut MHD in 12 Monaten abläuft, ist in der Regel auch in 13 Monaten noch genießbar. Selbst Joghurt und Frischkäse hält oft länger als angegeben – vorausgesetzt, er wurde direkt nach dem Kauf in den Kühlschrank gestellt. Konsumenten sollten dabei auf ihre Sinne vertrauen: Wenn es sauer schmeckt oder Schimmel zu sehen ist, sollte man es natürlich nicht essen.

Oft gilt das MHD nur für ungeöffnete Produkte – auch dann heißt es: den eigenen Sinnen vertrauen. Lebensmittel wie Ketchup oder stark Gesüßtes wie Marmelade hält sich dann oft noch lange. Aufpassen sollten Verbraucher hingegen bei Eiscreme, sie wird laut Tüv oft zu lange verwendet. Durch kurzes Antauen und wieder Einfrieren bilden sich Bakterien, die Magen-Darm-Infektionen verursachen können. Die Experten raten daher: Eis kühl transportieren und nach dem Öffnen schnell aufessen.