Verflossenen hinterher zu schnüffeln mag sich zwar wie eine Genugtuung anfühlen, gesund für die Psyche ist das krankhafte Verfolgen der Aktivitäten des Ex auf sozialen Medien jedoch nicht.

Tara Marshall, ihres Zeichens Psychologin, bestätigt in einem Artikel, den sie für den britischen Independent geschrieben hat, dass ein Drittel aller Facebook-Nutzer den aktuellen Partner auf dem sozialen Netzwerk genauestens verfolgt. Ebenfalls ein Drittel aller User stalken den Ex mindestens einmal pro Woche.

In einer Untersuchung fand Marshall heraus, dass dieses Verhalten stark mit Bindungsängsten und allgemeinen Vermeidungstendenzen im zwischenmenschlichen Umgang in Zusammenhang steht. Das bedeute konkret: Je intensiver man dem aktuellen oder ehemaligen Partner auf Facebook hinterher schnüffelt, desto ängstlicher und unsicherer ist man in Liebesbeziehungen. Das erschwert wiederum die Be- und Verarbeitung von Trennungen.

“Ich habe herausgefunden, dass Menschen mit Bindungsängsten – das sind Menschen mit einen geringen Selbstwert, Angst vor Zurückweisung und starkem Eifersuchtsempfinden – eher den aktuellen  oder ehemaligen Partner auf Facebook stalken”, schreibt sie in ihrem Artikel. Zudem führe das exzessive Stalken des Ex zu einem intensivere Trennungsschmerz und Gefühlen der Feindseligkeit gegenüber dem Ex-Partner.