Am 22. Oktober geht die Facebook-Dating-Funktion auch in Österreich, Deutschland und der Schweiz an den Start. Nutzer, die über 18 Jahre alt sind, können ein separates Profil anlegen.

Das soziale Dating-Netzwerk schlägt dann einen potenziellen Partner vor.

Facebook startet Flirt-Plattform in Europa

Nach monatelangen Verzögerungen bringt das Social-Media-Unternehmen seine Dating-Funktion auch in 32 europäischen Ländern auf den Markt. Facebook-Nutzer könnten nun zur Partnersuche ein gesondertes Profil erstellen und es jederzeit wieder entfernen, ohne ihr Facebook-Konto zu löschen, teilte Produktmanagerin Kate Orseth mit.

Gemeinsame Interessen, Events oder Gruppen können als Ausgangspunkt dienen, um eine Basis aufzubauen, die auch über das Flirten hinausgeht. Laut Presseaussendung wurden seit dem Launch der Facebook-Dating-Funktion in anderen 20 Ländern bereits 1,5 Milliarden Matches erzielt.

Bild: Facebook

Das sind die Funktionen

Natürlich gibt es, wie beim herkömmlichen Facebook, auch bei der Dating-Variante mehrere Funktionen, die wir für euch kurz und knackig zusammen gefasst haben.

  • Storys: Genauso wie bei Facebook oder Instagram, ist es bei der Dating-Version auch möglich, Momenten aus dem Alltag in seiner Story zu teilen. So kann man seinem Crush schon mal Einblicke geben, womit man sich im täglichen Leben so beschäftigt.
  • Heimlicher Schwarm: Mit “Secret Crush” lassen sich Matches mit Personen finden, mit denen man bereits auf Facebook und/oder Instagram verbunden ist. Wenn der heimliche Schwarm Facebook Dating nicht nutzt, keine “Secret Crush”-Liste erstellt oder die Person nicht auf seine Liste setzt, wird er nicht davon erfahren. Somit bleiben einem auch eventuelle Peinlichkeiten erspart.
  • Veranstaltungen und Gruppen: Bei der Facebook-Dating-Funktion gibt es auch die Möglichkeit eigene Gruppen und Veranstaltungen zu erstellen. Wenn man zum Beispiel jemanden sucht, der ein genauso großer Hunde-Fan ist, wie man selbst, dann erstellt man einfach eine Gruppe und hat schon mal die erste Gemeinsamkeit.
  • Virtuelle Verabredungen: Wenn man bei einem Match ein richtig gutes Gefühl hat, dann ist es Zeit für einen Videochat. Zum Starten genügt ein Klick oder Tippen auf das Videosymbol im Chat, daraufhin erhält der Gesprächspartner eine Einladung. So können sich beide besser kennenlernen und herausfinden, ob man sich auch im realen Leben mal treffen möchte.
Bild: Facebook

Aufschiebung wegen Datenschutzbedenken

Facebook müsste die Einführung der Dating-Funktion in Europa im Februar wegen Datenschutzbedenken der Regulierungsbehörde der Europäischen Union (DPC) verschieben. Der Dating-Service würde nur Vorname und Alter dem Facebook-Profil entnehmen, weitere Daten würden mit Einwilligung des Nutzers freigegeben, teilte das Unternehmen mit. Seit der Einführung in den USA vor etwa einem Jahr ist die Funktion bislang in 20 weiteren Ländern verfügbar. 

Wer sich bei der Dating-Funktion anmelden möchte, der wird ausdrücklich dazu aufgefordert, seine reale Identität zu verwenden. Zuvor versicherte Facebook, dass jegliche Art von Betrugsversuchen sofort unterbunden werden würden. Zudem gibt es Personal, das sich aktiv auf die Suche nach Profilbildern macht, um Nacktfotos herauszufiltern.

(Quelle: Red/Reuters)