Nachdem in Teilen Deutschlands aktuell eine große Flutkatastrophe herrscht, sind die Regenmassen nun auch in Österreich angekommen. Besonders betroffen ist Hallein im Salzburger Tennengau. Denn nach heftigem Starkregen ist der Kothbach über die Ufer getreten und hat die Altstadt verwüstet.

Verletzte Personen gibt es aber glücklicherweise nicht.

Altstadt von Hallein verwüstet

Eine regelrechte Sturzflut sorgte in der Nacht auf heute in Hallein im Tennenau für Katastrophenalarm. Denn aufgrund der heftigen Regenmassen ist der Kothbach übergelaufen und hat in der Altstadt eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Das Wasser schoss durch die engen Gassen der Stadt, riss Autos und Bäume mit und hinterließ eine Spur der Verwüstung.

Die Bevölkerung wurde daraufhin aufgerufen, in ihren Häusern Schutz vor den Wassermassen zu suchen. Tiefgaragen und Keller durften nicht betreten werden. “Die Wassermassen sind derart schnell gekommen, dass wir in der ersten Phase absolut machtlos waren“, wie der Halleiner Feuerwehrkommandant Josef Tschematschar gegenüber dem ORF schildert.

Videos zeigen Ausmaß der Katastrophe

Wie groß die Hochwasserkatastrophe in Hallein ist, zeigen einige Videos, die in den sozialen Medien geteilt wurden. Wie eine Sintflut bahnte sich das Wasser seinen Weg durch die Stadt. Die Menschen, die noch auf den Straßen waren, standen teilweise knietief im Hochwasser.

Und auch in Tirol herrscht derzeit aufgrund der heftigen Regenmassen ein Ausnahmezustand. Einige Orte wie Kelchsau sind von der Außenwelt abgeschnitten. In Kufstein wurde auch Zivilschutzalarm ausgelöst. “Bitte bleibt alle zu Hause! Meidet Keller & Garagen! Versucht nicht eure Autos zu retten! Wenn Personen in Gefahr sind: bitte unter 122 anrufen“, wie die Stadt auf Facebook schreibt.

Keine verletzten Personen

Auch wenn die verheerende Naturkatastrophe für große Zerstörung gesorgt hat, gibt es weder verletzte noch vermisste Personen. Aufgrund des Hochwassers konnten jedoch einige Personen nicht mehr in ihre Häuser und Wohnungen zurück. Für sie wurden noch in der Nacht Notunterkünfte errichtet. Wie etwa in der neuen Mittelschule, wo auch das Rote Kreuz bereitstand.

Die Aufräumarbeiten haben bereits begonnen – doch wie hoch der entstandenen Schaden tatsächlich ist, wird sich vermutlich erst in den kommenden Tagen abschätzen lassen.