Am 27. Oktober werden die Uhren wieder umgestellt. Die Umstellung auf die Winterzeit findet jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober statt.

Das soll sich 2021 mit dem Aus der Zeitumstellung allerdings ändern. Was aber führte zu der Einteilung in Sommer- und Winterzeit?

Die Frage der Fragen: Wird vor- oder zurückgestellt?

In der Nacht von Samstag, 26. Oktober auf Sonntag, 27. Oktober stellt man heuer in Österreich die Uhren auf die “Winterzeit” um. Mittlerweile geht das bei den meisten digitalen Uhren und auf unseren Smartphones automatisch. Wer aber eine analoge Armbanduhr besitzt, sollte wissen in welche Richtung er die Zeiger dreht. Diese setzt man dann um drei Uhr in der Früh eine Stunde zurück auf zwei Uhr. Übrigens ist diese Zeit dann die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ), deswegen ist die offizielle Bezeichnung der “Winterzeit” auch “Normalzeit”.

Zeitumstellung: Wieso wird an der Uhr gedreht?

Die Sommerzeit wurde in den 70er Jahren eingeführt. Bereits 1977 hatten viele europäische Länder die Zeitumstellung wieder eingeführt. Das war übrigens eine energiepolitische Reaktion auf die Ölkrise von 1973. Die sogenannte Ölpreiskrise traf Europa nämlich hart. Sie war eine Folge des Jom-Kippur-Krieges, der von arabischen Staaten gegen Israel geführt wurde. Im Zuge dessen drosselte die Organisation der “Arabischen Erdöl exportierenden Staaten” (OAPEC) die Ölfördermengen, um die westlichen Industriestaaten unter Druck zu setzen. Diese unterstützten nämlich Israel. Der Ölpreis stieg und zeigt die Abhängigkeit der Industriestaaten von fossiler Energie. Europa musste sparen.

Deswegen führte Frankreich 1976 die Sommerzeit mit der Begründung ein, Energie einsparen zu wollen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. 

Sommerzeit im Ersten Weltkrieg

In Österreich gab es übrigens im Ersten Weltkrieg bereits die Sommerzeit. Am 30. April 1916 führte man die Zeitumstellung im Deutschen Reich wie eben in Österreich-Ungarn ein. Sie hielt bis zum 30. September des gleichen Jahres. Ein zweiter ebenso erfolgloser Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen.

2021: Ende der Zeitumstellung?

Schon seit Längerem diskutiert man die Zeitumstellung innerhalb der EU. Anfang des Jahres stimmte das EU-Parlament dafür, dass die Uhren ab 2021 im Frühling und im Herbst nicht mehr eine Stunde vor- beziehungsweise zurückgestellt werden. Die finale Entscheidung liegt bei den EU-Staaten.  Generell sollen die Mitgliedstaaten künftig selbst entscheiden, ob sie dauerhaft die Sommer- oder die Normalzeit anwenden wollen. Die österreichische Regierung sprach sich für eine permanente Sommerzeit aus.