Jap, wir fühlen uns auch alt, nachdem wir erfahren haben, dass es tatsächlich schon 20 (!!) Jahre her ist, seit der erste „Harry Potter“-Teil in die Kinos gekommen ist. Seitdem ist viel passiert. Doch bis heute zählen sowohl die Bücher als auch die Filme als große Meisterwerke.

Anlässlich des runden Jubiläums, und weil gerade der perfekte Zeitpunkt für einen „Harry Potter“-Marathon ist, haben wir hier ein paar Fakten für euch, mit denen ihr angeben könnt…

1. Warum Hugh Grant und Robin Williams beinahe dabei gewesen wären

Es ist meistens sehr schwer abzuschätzen, wie erfolgreich ein Film wird. Und im Nachhinein beißen sich wohl einige Schauspieler und Schauspielerinnen in den Allerwertesten, weil sie eine bestimmte Rolle abgelehnt haben. Wie etwa Hugh Grant. Der Brite hatte die Rolle des Zauberlehrers Gilderoy Lockharts bereits in der Tasche. Doch leider kollidierten die Dreharbeiten für „Harry Potter“ mit jenen von „Ein Chef zum Verlieben“. Und da wir die On-Screen Lovestory zwischen Hugh Grant und Sandra Bullock nur allzu kennen, wissen wir ja, wie die Geschichte ausgegangen ist und dass Kenneth Brangh die Rolle schließlich bekam.

Auch Robin Williams hätte beinahe eine Rolle in den erfolgreichen Filmen ergattert. Er war ein großer Fan von „Harry Potter“ und konnte sich sehr gut vorstellen, Remus Lupin zu spielen. Doch leider hatte die Autorin J.K. Rowling einen fixen Vorsatz: Nur Briten durften in den Filmen mitspielen. Und da Williams leider Amerikaner war, hatte er keine Chance.

2. Peeve, der Poltergeist wurde aus dem Film geschnitten

Unglücklicherweise sind Regisseure und Regisseurinnen oft nicht ganz so zufrieden mit dem abgedrehten Material. Die Folge: Szenen werden aus dem Film geschnitten. Oder wie im Fall von Peeve, dem Poltergeist, eine ganze Figur. Verkörpert wurde der freche Poltergeist in Hogwarts von dem mittlerweile verstorbenen Komiker Rik Mayall. Alle, die die „Harry Potter“-Bücher gelesen haben, wissen, dass Peeve in jedem der Teile vorkommt. Doch Regisseur Chris Columbus war offenbar so unglücklich über das Aussehen des Charakters, dass er ihn kurzerhand vollkommen aus dem Film strich. Kleines Trostpflaster für den Schauspieler: Er bekam seine Gage trotzdem.

3. Evanna Lynch bekam ihre Traumrolle

Manchmal werden Träume eben doch wahr – auch die, die vollkommen unrealistisch erscheinen. Evanna Lynch war schon in ihrer Kindheit ein riesiger Fan der „Harry Potter“-Bücher. Eines Tages schrieb sie J. K. Rowling einen Brief, in der sie sich dafür bedankte, dass ihre Bücher und vor allem die Rolle von Luna Lovegood ihr dabei halfen, über eine Essstörung hinwegzukommen. Daraus entwickelte sich dann tatsächlich eine Brieffreundschaft, bis Lynch 2006 zu einem offenen Casting für den fünften Teil der Filmreihe vorsprach. Lynch, die zuvor nie Schauspielunterricht genommen und keinerlei Erfahrung hatte, setzte sich gegen 15.000 andere Schauspielerinnen durch und erhielt die Rolle der Luna Lovegood.

Übrigens: Lynch hatte bei dem exzentrischen Style, der Luna Lovegood ausmachte, Mitspracherecht. Und so kam es auch, dass sie den Schmuck ihrer Figur selbst designte. Die berühmten Rettichohrringe, die Lovegood in „Harry Potter und der Orden des Phönix“ trug, bastelte die heute 30-Jährige damals sogar selbst.

4. Berühmter Fans sichert sich Requisit

In acht Teilen „Harry Potter“ sammeln sich schon so einige Requisiten an. Viele davon landen in Museen, in Filmstudios oder werden versteigert. Eines befindet sich jedoch im Besitz von einem der größten „Harry Potter“-Fans aller Zeiten: Liam Payne. Der ehemalige „One Direction“-Sänger verriet im Interview mit dem Radiosender Radio 1, dass er sich das Auto zugelegt hat, mit dem Ron und Harry Potter im zweiten Teil der Filmreihe in der Gegend herumfliegen. Dafür soll er sogar eine sechsstellige Summe hingeblättert haben.

5. Professor Umbride, der Katzenfan

Man muss nicht unbedingt der aufmerksamste Zuseher sein, um zu erkennen, dass Professor Umbride, gespielt von Imelda Staunton, ein enormer Katzenfan ist. Nicht umsonst ist ihr Büro voll von Porzellantellern mit Katzenmotiven. Doch das Filmteam hat dabei nicht irgendwelche Kätzchen verwendet! An einem Drehtag filmten sie 40 Katzen in verschiedensten Situationen und animierten sie dann anhand von Visual Effects auf die Teller. Die Babykatzen wurden nach dem Drehtag übrigens erfolgreich an tierliebe Besitzer vermittelt.

6. J. K. Rowling hätte fast selbst mitgespielt

Es ist keine Seltenheit, dass Autoren einen Cameo-Auftritt in ihren Filmen haben. J. K. Rowling hätte aber beinahe eine fixe Rolle in den „Harry Potter“-Filmen bekommen. Und zwar die von Harrys Mutter Lily Potter. Die Filmproduzenten haben Rowling die berühmte Spiegelszene angeboten, in der man zum ersten Mal die Eltern des Zauberschülers sieht. Doch die Autorin hat dankend abgelehnt, da sie „nicht als Schauspielerin“ gemacht sei, schreibt sie auf ihrer Website.

7. Nicht alles ist Gold, was glänzt

Schon klar, an Filmsets ist so ziemlich alles gefaked oder nicht zum Verzehr gedacht. Aber eine Sache, die die „Harry Potter“-Filme ausmacht, sind definitiv die Festmahl-Szenen, von denen es pro Streifen sogar mehrere gibt. Und die waren tatsächlich echt! Die langen Tafeln, geschmückt mit unzähligen Köstlichkeiten, waren schon mal mehrere Tage lang im Fokus der Dreharbeiten. Und durch die helle und vor allem warme Studiobeleuchtung, fing das Essen recht schnell zu stinken an. Die Folge: Alle zwei Tage musste neu gekocht werden.

8. Emma Watson war Plan B

Könnt ihr euch jemand anderen in der Rolle von Hermine Granger vorstellen, als Emma Watson? Nein, wir auch nicht. Und dennoch wäre es fast dazu gekommen. Denn Kinderstar Hatty Jones („Madeline“) hat es gemeinsam mit Watson unter die Top 2 geschafft. Eigentlich war bereits entschieden, dass die Rolle an Jones geht. Doch schlussendlich war sie den Produzenten mit ihren zwölf Jahren ein bisschen zu alt. Also durfte sich die damals zehn-jährige Emma Watson freuen, über Nacht zum Weltstar zu werden.

9. Berühmte Statistin

So ein Filmdreh kann schon mal eine Zeit lang dauern. Vor allem für Kinder kann das Auswirkungen auf ihre Schulbildung haben. Denn auch Schauspielstars und ihre Statisten müssen Aufgaben machen und lernen. Am „Harry Potter“-Set befanden sich mehrere hundert Kinderstars, die beim Lernen zu sehen waren. Doch anstatt nur so zutun, als würden sie büffeln, haben sie ihre echten Schulaufgaben mitgebracht. Win-Win! Unter den Statistinnen war auch Zoe Sugg, auch bekannt als der YouTube-Beauty-Star „Zoella“.

10. Anderer Titel für USA

Kein Scherz: Als das erste „Harry Potter“-Buch in den USA veröffentlicht wurde, bestand der Verlag darauf, den Titel „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ zu verwenden und nicht das Original „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“. Der Grund: „the Philosoph“ soll für die amerikanischen Kinder zu anspruchsvoll gewesen sein. Zudem mussten einige Szenen zweimal, also zum besseren Verständnis, gedreht werden…

11. Steven Spielberg & Haley Joel Osmand?

1997 erschien der erste „Harry Potter“-Roman. Ein paar Jahre später klopfte bereits Hollywood an die Türe und zeigte großes Interesse an einem Skript. J. K. Rowling verkaufte die Rechte daran schließlich an Warner Bros, für 1,4 Millionen Dollar. Ursprünglich sollte dann Steven Spielberg als Regisseur tätig sein. In die Rolle von Harry Potter sollte Haley Joel Osment („The Sixth Sense“) schlüpfen. Doch dann sprang Spielberg plötzlich ab und nahm auch Osment mit, um „AI: Artificial Intelligence“ zu drehen. Damals sagte der Kinderstar: „Ich liebe diese Bücher, aber ich denke, dass es bei den Büchern bleiben sollte. Ich glaube nicht, dass der Film nur annähernd an sie herankommen würde. Ich denke, er wird das Buch für viele Kinder ruinieren, die es nicht gelesen haben, weil es etwas davon wegnimmt. Der Erfolg liegt des Buches liegt unter anderem darin, dass man sich das ganze im Kopf vorstellt.“ Well…