Alles begann, als das aktuelle Skandal-Video des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, Donald Trump, an die Öffentlichkeit gelangte. Im besagten Video prahlt Trump damit, Frauen zu begrapschen, und mit ihnen zu tun, was er wolle – ihm könne ohnehin nichts passieren. “Wenn du ein Star bist, kannst du alles tun (…) du kannst ihnen an die Pussy fassen…”, erklärt Trump im Clip. Kurz nach der Veröffentlichung des Videos meldeten sich zahlreiche Prominente, unter anderem auch First Lady Michelle Obama mit ihrer Rede “Genug ist genug!”, zu Wort.

Sie meint: “Das ist nichts, was wir einfach ignorieren können (…) Das ist ein mächtiger Mann, der offen und frei darüber spricht (…) Frauen (gegen ihren Willen) zu küssen und zu begrapschen“. 

#NotOkay

Kurz darauf veröffentlichte die Bestseller-Autorin Kelly Oxford (“Everything Is Perfect When You’re a Liar”) unter dem Hashtag #NotOkay ein Posting auf Twitter und rief damit alle Frauen auf, es ihr gleich zu tun. Sie teilte ihre persönliche Erfahrung: “Ein alter Mann in einem Stadtbus fasst mir an die ‘Pussy’ und lächelt mich an, ich bin zwölf.”.

Innerhalb von nur 14 Stunden taten es ihr bereits über eine Million Frauen gleich und teilten ihre Erlebnisse.

Es muss sich etwas ändern!

Am wichtigsten ist den Menschen hinter all den persönlichen Geschichten, die unter dem Hashtag geteilt werden, dass sich Frauen nicht mehr schuldig fühlen dürfen, wenn sie Opfer sexueller Belästigung und Gewalt werden. Außerdem muss Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass auch alltägliche “Kleinigkeiten”, wie eine Frau respektlos anzuquatschen, ihr unangenehm nahe zu kommen oder offen darüber zu sprechen, sich ihr aufdrängen zu wollen, nicht okay, oder normal sind. Ausreden wie “So sind Männer eben”, “Sie können halt nicht anders” oder “Da muss frau durch” dürfen in Zukunft nicht mehr gelten.

Ein junger Vater bringt es mit seinem Tweet auf den Punkt: “Die Tweets unter #NotOkay tun mir in der Seele weh. Als Vater von zwei Jungs rufe ich alle Väter dazu auf, eine neue Generation rechtschaffener Männer großzuziehen!“.