Nachhaltigkeit und Umweltschutz liegen im Trend. Die Regenwaldbrände im Amazonas-Gebiet haben nun auch die Politik dazu bewegt, sich mehr unserer Umwelt zu widmen. Immer mehr Start-Ups möchten ebenfalls ihren Beitrag leisten und setzen deswegen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Wir haben uns vier davon näher angesehen.

Toogoodtogo

Die App aus Dänemark gibt es schon seit 2015. Diese Woche hatte sie ihren offiziellen Österreich-Start. Hier können Unternehmen wie Restaurants oder Bäckereien Essen, das sie am Ende des Tages wegschmeißen würden zu einem günstigen Preis anbieten. App-User holen es zu einem vereinbarten Zeitpunkt ab. Rund ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel wird weggeschmissen obwohl diese noch genießbar wären. Diese Verschwendung möchte TooGoodToGo zumindest in Unternehmen bekämpfen. Die Geschäfte können ihre Produkte um ein Drittel des eigentlichen Wertes auf der App verkaufen.

Den Kundinnen werden Geschäfte in ihrer Nähe angezeigt und sie können sich eine sogenannte “Überraschungsbox” vor Ort abholen. Weil man ja vorher nicht wissen kann, was übrig bleibt, weiß man natürlich auch nicht, was man genau bekommt. Leider auch nicht, wieviel man bekommt. Zu den Unternehmen, die ihre überschüssige Ware auf der App bereits anbieten zählen übrigens CupCakes Wien, Adamah Biohof oder Elefant & Castle. Wenn am Ende alles ausverkauft ist, muss man nicht traurig sein. Das bedeutet lediglich, dass die Geschäfte an diesem Tag keine Nahrungsmittel verschwendet haben.

Beeanco

Beeanco ist ein Start-Up, das von vier jungen ÖsterreicherInnen gegründet wurde. Dabei handelt es sich um einen Online-Marktplatz, der ausschließlich Produkte von nachhaltigen und umweltbewussten Unternehmen anbietet. Wer sicher sein möchte, dass seine Seife biologisch, nachhaltig und regional ist, kann sich hier als Alternative zu Amazon durchklicken. Die Website ging im Mai online. Das Angebot reicht von Glas-Trinkhalmen über Bambus-Zahnbürsten und Bio-Kissen bis zum Bio-Hausrohwürstl. “Aber auch einen Fairtrade-Fußball haben wir schon über die Plattform verkauft”, erklärt Wirtschaftsstudent und Co-Gründer von Beeanco, Michael Frey.

Die Produkte sind meistens in einer höheren Preisklasse, dafür kann man sicher sein, dass sie den strengen Nachhaltigkeitskriterien des Beeanco-Gründerteams entsprechen. Bei mancher Kleidung wie beispielsweise diesem Sport-Hoodie unterscheidet sich der Preis übrigens nicht stark von anderen, nicht nachhaltigen Produkten der gleichen Kategorie. Die vier jungen Studenten schauen nicht nur auf gängige Zertifikate, sie bewerten jedes Unternehmen auch selbst und entscheiden dann, ob es nachhaltig und umweltfreundlich genug ist, um seine Waren auf Beeanco anbieten zu dürfen. Im Oktober möchte das Start-Up übrigens eine neue, verbesserte Version ihrer Website online stellen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Diese Flasche ist zu 100% aus Pflanzen und Milchsäure 👍🏼 Ein wichtiger Schritt herkömmliche Plastikflaschen zu ersetzen.. Natürlicher Kunststoff ist auch recyclebar, kompostierbar und vor allem leichter als andere umweltfreundliche Holz oder Metallflaschen. Schaut vorbei auf unserer Webseite beeanco.com für mehr Infos 🐝🌿 . . #umwelt #nachhaltigkeit #sustainability #startup #plastikfrei #klima #flaschen #umweltbewusst #ökologisch #naturkunststoff #keinplastik #klimawandel #umweltfreundlich #nachhaltig #vegan #madeineurope #vegetarisch #greenliving #greenproducts #wien #austria #protecttheplanet #gretathunberg #nachhaltigeprodukte #öko #greenlife #fridaysforfuture #bio

Ein Beitrag geteilt von beeanco (@beeanco_com) am

Ecocapsule

Das Start-Up aus Bratislava stellt Micro-Homes in der Form von übergroßen Eiern her. Die Gründer Tomás Zazcek und Sona Pohlová haben diese Form gewählt, weil sie am besten Energie erhält. Mit diesen Kapseln kann man auch an abgelegenen Orten, fern von jeder Infrastruktur komplett autark leben. Die Ecocapsule gewinnt ihre Energie nämlich aus Solarzellen und einer Windturbine auf dem Dach, die beim Transport eingefahren werden kann. Auch bei der Wasserversorgung ist man von nichts mehr abhängig, außer vielleicht vom Wetter. Auf der Oberfläche der Kapsel wird Regenwasser gesammelt und dann im Wassertank gefiltert.

Die Ecocapsules waren anfangs gar kein eigenes Start-Up, sondern nur ein kleines Projekt in der Firma “Nice Architects”. Da die Nachfrage aber so groß war, haben Zazcek und Pohlová die Technologie ausgereift und für den Verkauf bereitgestellt. Wer nicht sofort bereit dazu ist, in ein 4 Meter langes, 2 Meter breites und 2,5 Meter hohes Ei zu ziehen, kann es erstmal ausprobieren und eine der Kapseln in Bratislava auf AirBnb mieten.

HolyCrab

Das Start-Up macht aus nicht-heimischen Krebsen rund um Berlin Delikatessen. Der eingeschleppte amerikanische Sumpfkrebs ist dort nämlich zur Plage geworden, die die heimische Tier- und Pflanzenwelt bedroht. Krebse haben aber auch köstliches Fleisch und gelten vielerorts als Delikatesse. Deswegen dachten sich Lukas Bosch, Juliane Bublitz und Andreas Michelus, man könne die Plage doch zum Verzehr anbieten. Außerdem wollen die Gründer des Food-Start-Ups somit eine Alternative zu Fleisch oder anderen Lebensmitteln bieten, die wegen ihres CO2-Ausstoßes bei der Produktion immer wieder in der Kritik stehen. Wer also das nächste Mal in Berlin ist, kann den Berlinern helfen, ihre Umwelt zu erhalten und dabei sich den Magen voll schlagen. In Österreich gäbe es übrigens auch Potenzial für so ein Start-Up. Auch hier gibt es eingeschleppte Krebse, die heimische Arten bedrohen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Want to learn more about invasive species and how to eat and prepare them? We are starting a series of dinner events in cooperation with our lovely friends @vomeinfachendasgute Next week you can enjoy the first of our invasive delicatessen, the (in)famous Tiergartenkrebs 🦞, together with some really nice people and even better wine 😉🍷 You will learn about the crawfish‘s invasive journey to Berlin, how to prepare and eat it, what to make of the shells and why eating as much invasive crayfish as you can is a very good idea with regard to the natural ecosystem. Join us for the first of many „culinary evenings“! Link in bio. Photocredits @ninohalm ————————————————————— Möchtet ihr mehr über invasive Arten und wie man sie zubereitet lernen? Wunderbar! Denn wir starten eine Reihe von Dinnerevents zusammen mit unseren Freunden von „Vom Einfachen das Gute“. Nächste Woche könnt ihr die erste unserer invasiven Delikatessen genießen, den Tiergartenkrebs 🦞. Dazu gibts tolle Leute und noch besseren Wein 😉 🍷 Erfahrt, wie der Krebs nach Berlin kam, wie man ihn zubereitet und isst, was man anschließend aus den Schalen zaubern kann und warum es gut für die Natur ist, so viel wie möglich davon zu essen. Seid dabei beim ersten von vielen „kulinarischen Abenden“! #holycrab #crayfish #crawfish #crawfishboil #berlinfood #foodinberlin #foodtrend #wine #eventberlin #berlindinner #invasivespecies #natureconservation #naturschutz #berlingourmet #eatinginberlin #berlinstagram #futureoffood

Ein Beitrag geteilt von HOLYCRAB! (@holycrab_berlin) am