Elle, wie hat es sich für dich angefühlt, „Maleficent” (seit Ende Mai im Kino) zu drehen?
Elle Fanning: Es ist die Erfüllung eines Traums! Als ich klein war, haben mich die Leute oft gefragt, was ich werden will, wenn ich mal groß bin. Und ich sagte: „Eine Disney-Prinzessin!” Jetzt bin ich wirklich eine geworden (lacht)!


Die wichtigste Frage zum Film ist ja: Wie bist du mit Angelina Jolie zurechtgekommen?

Elle Fanning: Wir waren uns vom ersten Moment an nahe. Ich habe es geliebt, mit ihr zu arbeiten und ihr zuzusehen. Wenn ich nicht am Set war, hab ich beobachtet, wie sie sich bewegt oder steht – und dachte: „Ich werde auch so stehen!” Angelina ist eine unglaubliche Frau und Schauspielerin. Ich schaue echt zu ihr auf!

Was hast du von ihr gelernt?
Elle Fanning: Ich bewundere, wie gelassen und entspannt sie war. Sie wurde niemals nervös oder sauer wegen irgendwas. Sie hat eine ganz natürliche Ruhe in sich – und die Fähigkeit, sich in ihre Rolle zu verwandeln und sofort wieder sie selbst zu sein. Wie sie das von einer Sekunde auf die andere schafft, hat mich wirklich beeindruckt. Als Hexe kann sie wirklich so furchterregend und böse wirken. Ich bin echt froh, dass sie in echt so süß und freundlich ist (lacht).

Hast du ihre Kinder kennengelernt?
Elle Fanning: Ja, denn Vivienne, Zahara und Pax spielen kleine Rollen in dem Film. Vivienne spielt mich als ganz kleines Dornröschen (lächelt), sie sieht so süß aus in ihrem Kostüm! Angelina ist die coolste Mum ever! Die Kids waren oft am Set. Manchmal schleppte sie die Zwillinge herum, während sie noch ihr Kostüm trug, mit den Hörnern und all dem Schnickschnack.

Dieser Film könnte eine große Nummer werden. Denkst du darüber nach, was das für dich verändern könnte?
Elle Fanning: Ich stehe vor der Kamera, seit ich ein kleines Kind war, ich habe meine Schwester in diesem Business aufwachsen sehen. Ich glaube also nicht, dass sich viel für mich ändern wird.

Apropos Dakota: Steht ihr euch nahe?
Elle Fanning: Natürlich! Wir reden ständig, über Skype oder Telefon, und ich erfahre alles, was bei ihr passiert, seit sie ausgezogen ist und in New York auf die Uni geht. Ich bin so stolz auf alles, was sie erreicht hat. Es macht die Dinge auch leichter für mich, weil ich durch sie viel über das Business lerne. Wir waren nie Konkurrentinnen, sondern immer Freunde, und jeder zieht sein eigenes Ding durch.

Also inspiriert sie dich für deine Karriere?
Elle Fanning: Es ist toll, so ein Vorbild zu haben und von ihr zu lernen. Oder zu sehen, wie professionell und seriös sie arbeitet und dennoch ein normales Leben führt. Ich freue mich darauf, in ihre Fußstapfen zu treten und wie sie zu studieren. Ich weiß zwar noch nicht, was, aber ich habe ja noch ein bisschen Zeit (grinst).

Und was habt ihr gemeinsam?
Elle Fanning: Wir sind beide verliebt in Ryan Gosling (lacht). Er ist so sexy und cool! Ich würde eines Tages gerne mit ihm arbeiten. Das wäre der größte Kick in meiner Karriere, da bin ich mir sicher (lacht).

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Job als Schauspielerin?
Elle Fanning: Meine Mutter nahm mich mit ans Set, an dem Dakota drehte, den Film „I am Sam”. Sie spielte die Tochter von Sean Penn. Ich stand so rum, da kam der Regisseur und meinte: „Du siehst aus wie deine Schwester, willst du ein paar Szenen für uns spielen?” Das war’s (grinst)!

Wie lernst du während Dreharbeiten für die Schule?
Elle Fanning: Ich habe eine Lehrerin, die mit mir mitkommt, wenn ich am Set bin. Sie gibt mir all die Haus-
aufgaben und Tests, die meine Klasse zur gleichen Zeit macht. Ich lerne am Set sogar mehr als daheim, weil ich da viel mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen würde (lacht).