Seit wenigen Tagen ist der Film „Blonde“, ein Biopic über die verstorbene Schauspielerin Marilyn Monroe, auf Netflix verfügbar. Immer mehr Stars kritisieren den Film und planen sogar, ihn zu boykottieren. Auch Supermodel Emily Ratajkowski hat eine eindeutige Meinung zu dem Streifen: „Wir lieben es, den weiblichen Schmerz zu fetischisieren“.

Daher wisse sie schon jetzt, dass sie „richtig wütend“ sein wird, wenn sie sich den Film ansieht.

Darum hat Emily Ratajkowski ein großes Problem mit „Blonde“

Bereits seit der Ankündigung, dass es einen weiteren Film über die verstorbene Schauspiellegende Marilyn Monroe geben soll, gab es immer wieder Diskussionen darüber. Jetzt ist „Blonde“, mit Ana de Armas in der Hauptrolle, auf Netflix verfügbar und die Meinungen klingen nicht ab. Auch Supermodel Emily Ratajkowski scheint ein großes Problem mit dem Thema des Films zu haben. Aus welchen Grund, erklärt sie in einem ausführlichen Video, das sie auf ihrem TikTok-Account geteilt hat.

„Ich bin nicht überrascht zu hören, dass es ein weiterer Film ist, der weiblichen Schmerz fetischisiert, sogar im Tod“, so die 31-Jährige. Genauso sei es auch mit der Faszination hinter den tragischen Lebensgeschichten von Amy Winehouse, Prinzessin Dianas Tod und aktuell sogar mit dem Drama rund um Britney Spears gewesen. Laut Emily leben wir in einer Gesellschaft, „die es liebt, weiblichen Schmerz zu fetischisieren. Wir sind von toten Mädchen und Serienkillern besessen“, so die Kritik des Models.

@emrata

So done with the fetishization of female pain and suffering. Bitch Era 2022

♬ original sound – Emrata

Emily, die ebenso Autorin des Buches „My Body“ sowie Schauspielerin („Gone Girl“) ist, erklärt, dass es ein Problem sein kann, zu denken, dass die „Fucked Up“-Attitüde sexy ist. „Ich denke, wir machen das auf viele verschiedene Arten, aber ich möchte, dass sich das ändert“, so Ratajkowski entschlossen.

„Werde richtig wütend sein“

Ihr Vorschlag, damit sich zumindest dahingehend etwas ändert: „Wir sollten alle etwas wütender sein“, so Emily. „2022 ist meine ‚Bitch-Ära‘. Ich finde, wir sollten jetzt alle in unserer ‚Bitch-Ära‘ sein“. Gründe gebe es aufgrund des aktuellen Weltgeschehens jedenfalls genug, da können wir dir nur zustimmen, liebe Emily.

Höchstwahrscheinlich werde sich das Supermodel den Film „Blonde“, der auf dem Buch von Joyce Carol Oates basiert, aber dennoch ansehen. Jedoch nicht mit freudiger Erwartung. „Ich werde richtig wütend sein“, prognostiziert die 31-Jährige.

Mit ihrer Kritik ist Emily nicht die Einzige. Viele sehen es als problematisch an, dass die Schauspielikone in dem Film zu übersexualisiert dargestellt wird. Einige Prominente gehen sogar so weit und boykottieren „Blonde“.

Sänger:in Courtney Studden: „Lasst Marilyn in Ruhe“

Die non-binäre US-Sänger:in Courntey Studden stellt gegenüber Page Six klar, den Film bestimmt nicht anzusehen. „Als jemand, der versteht, wie es sich anfühlt, sexuell ausgebeutet zu werden und sich dann von Leuten in einen Witz verwandeln zu lassen, wenn man kein Witz ist, finde ich es ein wenig respektlos, sich darauf einzulassen“.

Daher forderte Stodden auch andere auf, „Blonde“ zu boykottieren. „Das ist nicht Marilyn Monroe, das ist nicht ihre Geschichte. Es ist fiktionalisiert und soll sie zu etwas machen, das sie nicht war. Sie wollte nie das Mädchen sein, als das sie dargestellt wird“. Zum Schluss hat der Artist noch ein Anliegen. „Lasst Marilyn in Ruhe!“.