Erst vor kurzem erblickte wieder ein Zebresel das Licht der Welt. Der Vater ein Zebra, die Mama ein Esel…herauskommt ein Zebresel! Zebresel? “Wie bitte sieht denn so etwas aus? Gibt es das wirklich oder handelt es sich dabei um ein Fabelwesen?”, dachten wir uns mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Bei der Recherche über die Kreuzung aus Zebra und Esel, stießen wir noch auf ganz viele andere “Hybrid-Tiere”, die wir so nicht erwartet haben.

Was genau sind Hybride?

Bei Hybriden handelt es sich immer um eine Kreuzung aus zwei verschiedenen Gattungen, Arten, Unterarten, Rassen oder Zuchtlinien. Hybride kommen jedoch nicht nur in der Tierwelt vor, sondern sind besonders häufig bei Pflanzen zu finden. Zuerst muss man sich klar werden, dass solche Züchtungen meistens nicht in freier Wildbahn entstehen, sondern fast immer vom Menschen herbeigeführt werden. Eine besonders bekannte Kreuzung in der Tierwelt ist zum Beispiel der Maulesel oder das Maultier. Dabei handelt es sich um eine Kreuzung aus Pferd und Esel.

Je nachdem welcher Art der Vater beziehungsweise die Mutter angehört, verändert sich auch der Name.
Ein einfaches Beispiel: Ist der Vater ein Löwe und die Mutter ein Tiger, entsteht ein Liger. Ist der Vater ein Tiger und die Mutter ein Löwin heißt der Nachwuchs Tigon.

Die meisten natürlichen Hybride in der Tierwelt sind bei den Vögeln zu finden. Dort scheint es normal zu sein, dass sich verschiedene Arten in freier Wildbahn näher kommen und kleine Baby-Vogelhybride großziehen. Aber auch Mischlinge in der Hundewelt gehören, wenn man es genau nimmt, zu den Hybriden, da zwei verschiedene Rassen vermischt werden.

Das Problem

Die meisten Hybriden können sich nicht weiter fortpflanzen, da ihre Fruchtbarkeit stark eingeschränkt ist. Viele der Tier-Hybride werden außerdem häufig mit gesundheitlichen Problemen geboren und sterben bereits sehr jung. So süß die Mischungen auf den ersten Blick anzusehen sind, so gefährlich und ethisch eher fragwürdig sind diese, wenn sie bewusst gezüchtet werden und so in der Natur eigentlich nicht vorkommen.

Einige der besonders seltsam klingenden Kreuzungen findest du in der nachfolgenden Galerie:

 

Zebresel oder Zesel: Die Mischung aus Zebra und Esel gehört bei den Hybriden zu den sogenannten "Zebroiden". Bei dieser Mischung ist immer ein Zebra beteiligt, den anderen Part übernimmt ein Pferd oder ein Esel. Meistens ist der Hengst ein Zebra und schaut sich bei den anderen Pferdearten nach einer Dame um. Ist jedoch die Mama ein Zebra wird aus dem Zebresel ein Ebra, was noch seltener vorkommt.
Cama: Der Papa ein Kamel, die Mama ein Lama, herauskommt ein Cama. Die Züchter versuchten die Stärke des Kamels mit der sanftmütigen Art der Lamas zu kreuzen. Das ging jedoch ordentlich nach hinten los: Das Cama wurde genauso klein wie ein Lama und erbte den störrischen Dickkopf eines Kamels.
Liger: Bis zu drei Meter kann ein Liger lang werden und ist damit die größte Raubkatze der Welt. Der Vater ist dabei der Löwe, die Mama ein Tiger. Werden die Rollen getauscht wird aus dem Liger ein Tigon. Diese Kreuzung sorgt immer wieder für Aufregung, da sich der natürliche Lebensraum beider Arten überhaupt nicht überschneidet.
Grolar oder Pizzly: Eine Mischung aus Grizzlybär und Polarbär. Da der natürliche Lebensraum von Eisbären immer kleiner wird und die Tiere dadurch weiter in den Süden gedrängt werden, kommt diese Kreuzung immer häufiger in freier Wildbahn vor. Aber auch Braunbären und Eisbären sind sich gegenseitig nicht unsymphatisch und das Ergebnis sind manchmal sogenannte Cappuccino-Bären.

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Leopon: Dieser Leopon hat von beiden Elternteilen nur das Beste abbekommen: Die stattliche Mähne und das gefleckte Fell lassen die Kreuzung aus Leoparden-Männchen und Löwen-Mutter besonders imposant aussehen.
Schiege: Schäfchen oder Ziege? Die Schiege ist eine Mischung aus beidem und sieht, zugegeben, zuckersüß aus.