Die Modebranche muss wegen der andauernden Corona-Pandemie heftige Verluste einbüßen. Von globalem Stopp der Produktions- und Lieferketten, bis hin zu den abgesagten Modewochen – die Fashionwelt ist on hold.

Doch ungewöhnliche Zeiten erfordern kreative Lösungen. Und so hat das British Fashion Council jetzt verlautet, dass die London Fashion Week nun digital stattfindet.

Womens- und Menswear-Shows werden zusammengeführt

Die Idee, aktuellen Runway-Schauen trotz der Corona-Pandemie umzusetzen, schien fast unmöglich. Doch es war nur eine Frage der Zeit bis sich die Kreativköpfe der Modebranche etwas Innovatives einfallen ließen. So verkündete das British Fashion Council nun, dass die bis dato separat stattfindenden Womens- und Menswear-Wochen, auf einer gemeinsamen digitalen Plattform präsentiert werden.

London Fashion Week für alle!

Caroline Rush, Vorstand des British Fashion Council, dazu: “Mit der Fashion Week Plattform nutzen wir die digitale Welt, um zukünftig weiterhin weltweit die Shows zu präsentieren.” Designer sollen neben den üblichen Präsentationen der Kollektionen auch Storytelling betreiben. Von Interviews über Webseminare, bis hin zu digitale Showrooms. Man will die globale Reichweite so besser generieren, sowie direkten Verkauf zu Einzelhändler als auch Kunden ermöglichen.

Die Krise als neue Chance nutzen

“Es ist wichtig in die Zukunft zu schauen und die Möglichkeiten der Veränderungen, des Miteinanders und der Kreativität als positive Chance zu nutzen. Die Pandemie veranlasst uns zu reflektieren wie wir weiterhin leben und arbeiten wollen. Wir hoffen, dass wir nach der Krise Nachhaltigkeit, Kreativität und Produkte zu schätzen wissen”, so Rush weiter.

Die neue Version der London Fashion Week wird erstmalig vom 12. bis 14. Juni 2020 und nur online über londonfashionweek.co.uk stattfinden und übertragen. Wie gut es ablaufen wird, ist noch unklar. Aber es zeigt, dass die Modebranche nie stillsteht, ihr ganzen Potenzial ausschöpft und sich so immer wieder neu erfindet.