Warum gähnen wir eigentlich? In der Wissenschaft geht man davon aus, dass Gähnen – als ein Zeichen von Müdigkeit und Langeweile – vom Körper eingeleitet wird, um mehr Sauerstoff in den Blutkreislauf zu pumpen. Gähnen verbessert also die Durchblutung des Gehirns und kühlt es gleichzeitig (Deshalb gähnen Menschen im Winter häufiger, da ein Kühleffekt während der Sommer-Hitze ohnehin nicht zu erwarten ist).

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Wer länger gähnt…

Nun hat ein Forscher-Team um dem Wissenschaftler Andrew C. Gallup herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen der Gähndauer und der Anzahl der Neuronen im Gehirn geben soll. Das bedeutet: Umso größer das Gehirn, desto länger muss ein Lebewesen gähnen, um den gewünschten Effekt der Durchblutung zu erzielen.

Um dieser Theorie auf den Grund zu gehen, beobachteten die Forscher im Rahmen ihrer Untersuchung für das Fachblatt Biology Letter 29 verschiedene Spezies, darunter Katzen, Hunde, Füchse, Mäuse, Elefanten und auch Menschen. Und die These wurde bestätigt: Säugetiere mit größeren Gehirnen gähnen durschschnittlich länger als jene mit weniger Nervenzellen in der Großhirnrinde.

So gähnen Mäuse etwa im Schnitt nur 0,8 Sekunden, afrikanische Elefanten (die für ihr gutes Gedächtnis bekannt sind) mehr als 6 Sekunden. Ganz oben auf der Liste stehen natürlich wir Menschen, die aber ganz unterschiedlich lange gähnen.

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Ein großes Gehirn braucht also einfach mehr Frischluft, um gut gekühlt und durchblutet werden zu können. Na, dann werden wir unser Umfeld in Zukunft ganz genau beim Gähnen beobachten.

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