Der internationale Frauentag findet jährlich am 8. März statt und entstand als Initiative kurz vor dem Ersten Weltkrieg, um auf die Gleichberechtigung und Emanzipation der Frauen aufmerksam zu machen.

Noch immer sind weltweit unzählige Frauen männlicher Gewalt ausgesetzt. Allein im Jahr 2019 gab es laut dem Verein der AÖF (Autonome österreichische Frauenhäuser) in Österreich 34 weibliche Mordopfer.

So entstand der internationale Frauentag

Die Idee des internationalen Weltfrauentags, Frauentags oder auch Frauenkampftags kam das erste Mal in der Zeit um den Ersten Weltkrieg auf, und symbolisierte die revolutionäre Bewegung, die die Gleichberechtigung der Frau mit aller Kraft vorantrieb und einen enormen Beitrag dazu leistete, dass wir heute die Rechte haben, die uns zustehen – zumindest einige von uns. Heute ist der Weltfrauentag zwar nach wie vor in aller Munde und wird vor allem mit Prozenten für die kaufkräftige Dame in Drogerie-Märkten und Klamotten-Läden, sowie mit einem Blümchen hier und da “gewürdigt”. Die wirklich wichtigen Dinge, die für Frauen rund um die Welt tatsächlich von Bedeutung sind, sind aber auch im 21. Jahrhundert noch lange nicht so, wie sie sein sollten.

Zahlen & Fakten

Denn Gewalt an Frauen ist auch heutzutage leider keine Seltenheit. Laut aktuellen Statistiken der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zu geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen ist jede fünfte Frau ab ihrem 15. Lebensjahr körperlicher oder bzw. und sexueller Gewalt ausgesetzt. Auch in Österreich ist die kriminelle Rate gegenüber Frauen in den letzten Jahren enorm gestiegen. So gab es laut polizeilicher Kriminalstatistik im Jahr 2014 in Österreich insgesamt 19 weibliche Mordopfer. Nur fünf Jahre später, im Jahr 2019, waren es bereits 34 Frauen, die in Österreich getötet wurden.

Mittlerweile passiert demnach alle drei Monate ein Frauenmord. Beim Großteil der Mordopfer besteht dabei laut polizeilichen Angaben ein familiäres oder ein Beziehungs-Verhältnis.

Deshalb ist der Weltfrauentag so wichtig

Damit sich diese Dinge so schnell wie möglich ändern, ist Folgendes besonders wichtig, also bitte merken: Wir verdienen mehr als nur einen Tag im Jahr, um gewürdigt zu werden. Wir sind tolle Freundinnen, Partnerinnen, Mamas, Kolleginnen, Abenteurerinnen, Schwestern, Cousinen, Enkeltöchter, Schwiegertöchter und noch viel mehr – und wir brillieren in all diesen Lebenslagen! Wir sind keine Objekte, wir haben Respekt verdient und dürfen tun und lassen, was wir wollen! Und das sollte uns und dem Rest der Welt jeden einzelnen Tag im Jahr bewusst sein!

Also ja, wir feiern den internationalen Frauentag mit Freude und stoßen gerne darauf an, dass wir einfach genial sind. Aber wir vergessen dabei auch nicht, was wirklich wichtig ist, wie die Realität aussieht und vor allem, dass sich noch viel ändern muss, damit das Geschlecht, genauso wie die Hautfarbe und die sexuelle Orientierung eines Menschen irgendwann nicht mehr zu den Ausschlusskriterien zählen.