Wir haben sie alle schon gehört. Die unzähligen, ungebetenen Beziehungs-Tipps und -Ratschläge von Müttern, von Freunden und vom Starbucks-Barista um die Ecke.

Doch manche gut gemeinten Tipps sollte man besser ignorieren. Denn das Erfolgsrezept für eine Beziehung gibt es nun mal nicht. Wir müssen uns alle blind durchkämpfen und hoffen, das es klappt. Denn keiner kennt sich besser mit der eigenen Partnerschaft aus, als man selbst. Deswegen sollte man auf diese Ratschläge lieber nicht hören:

Wenn man sich wirklich liebt, dann wird es auch klappen

Liebe ist wohl das Wichtigste in einer Beziehung. Aber leider nicht das einzige, das diese aufrecht halten kann. Sonst wäre das ganze wohl zu einfach. Auch wenn man glaubt, dass wahre Liebe alles übersteht, so kann es auch passieren, dass eine Partnerschaft scheitert, obwohl sich beide Partner noch über alles lieben. Denn neben Liebe gibt es da noch die verschiedenen Zukunftspläne, der gegenseitige Respekt, die Wünsche des anderen und so weiter. Eine Beziehung besteht aus unzähligen Kompromissen und aus gegenseitiger Unterstützung. Wenn man trotz großer Gefühle nicht denselben Weg geht, kann auch die Liebe unsere Partnerschaft nicht mehr retten.

Gegensätze ziehen sich an

Wer hat’s nicht schon mal gehört? Gegensätze ziehen sich an! Das Klischee unter den Beziehungs-Tipps. Das Konzept ist beliebt, immerhin stimmt es im physikalischen Sinne tatsächlich. Auch in der Liebe kann es interessant werden, wenn zwei komplett unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen. Und viele von ihnen führen auch eine sehr glückliche Beziehung. Aber wer gar nichts mit seinem Partner gemeinsam hat und nicht einmal die gleichen Ansichten teilt, wird wohl schnell auf die harte Tour lernen: Ein gemeinsamer Nenner ist extrem wichtig.

Wer in den schlechten Zeiten nicht an unserer Seite steht, verdient die guten nicht

Dieser Mythos unter den Beziehungs-Tipps hält sich hartnäckig. Und ganz falsch ist er ja nicht. Denn, wer nur an unserer Seite bleibt, wenn alles einfach und lustig ist, aber in etwas härteren Zeiten schnell die Flucht ergreift, ist vermutlich einfach noch nicht bereit für eine ernsthafte Beziehung. Aber das heißt nicht, dass jeder Mensch irgendwann einen Punkt erreicht, an dem er nicht mehr kann und einen Schlussstrich ziehen muss. Wenn jemand schlechte Zeiten durchmacht, ist es klar, dass er von seinem Partner Unterstützung verlangen kann. Aber das heißt nicht, dass dieser das Wohlbefinden des Partners über sein eigenes stellen muss.

Wer weiß, was die Zukunft bringt

Wer in seinen frühen Zwanzigern ist und mit seinem Partner nicht ganz auf Augenhöhe liegt, wenn es um die Zukunftspläne geht, denkt vielleicht, dass diese Probleme jetzt noch nicht wichtig sind und später gelöst werden können. Doch das ist leider nicht immer der Fall. Denn, wenn man komplett unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft hat, dann wird sich das wohl so leicht auch nicht ändern. Und an der Hoffnung festzuhalten, dass der Partner vielleicht später seine Meinung ändert, ist ziemlich riskant.