Der Eierstockkrebs ist die achthäufigste Krebserkrankung bei österreichischen Frauen. Er ist eine Form des Unterleibskrebs. Der “stille Killer” wird meist erst in einem späten Stadium erkannt. Unter den Tumoren im Bereich des weiblichen Genitals weist er deshalb die höchste Sterblichkeit auf.

Im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten können weder der Ultraschall, die Tastuntersuchung noch die Bestimmung von Tumormarkern eindeutige Hinweise auf Eierstockkrebs geben. Die Forschung arbeitet deswegen vor allem an einer Möglichkeit der Früherkennung des Eierstockkrebses.

Eierstockkrebs: Genetische Ursachen?

“Fünf bis zehn Prozent aller Eierstockkrebserkrankungen sind durch eine Mutation im BRCA1 und BRCA2 Gen zu verantworten”, erklärt Prim. Ao. Univ. Prof. Dr. Sevelda, Gynäkologe und Vorstand der Österreichischen Krebshilfe. BRCA 1 kennt man in der Öffentlichkeit vor allem als Brustkrebsgen. Die beiden Gene schützen vor Brust- und Eierstockkrebs, denn sie sind an der Reparatur von Zellschäden beteiligt. Sind diese beiden Gene jedoch verändert, können sie ihre Aufgabe nicht mehr ganz erfüllen.

“Nur ein sehr kleiner Teil der Erkrankungen lässt sich auf diese Genmutation zurückführen. Beim Eierstockkrebs ebenso wie bei den meisten anderen Krebsarten ist es so, dass man nicht genau sagen kann, was die Ursachen sind”, räumt Dr. Sevelda ein. Tatsache ist aber, dass die Krebsart in den meisten Fällen entweder durch Zufall oder erst im späten Stadium erkannt wird. Denn die Patientin hat zuvor im Regelfall so gut wie keine Symptome.

Forschungsprojekt mit Spülflüssigkeit

Um künftig eine Früherkennung zu ermöglichen, befassen sich auch Forschungsprojekte in Österreich mit dem Thema Eierstockkrebs. Univ.-Prof. Paul Speiser beschäftigt sich etwa mit einem speziellen Katheter, der Tumorzellen im Eileiter mithilfe einer Gebärmutterspülung feststellen soll. “Hier ist man aber noch weit entfernt davon, die Methode in der Praxis anzuwenden”, erklärt Dr. Sevelda.

In Österreich gibt es im Bereich der Eierstockkrebsforschung eine sehr aktive wissenschaftliche Gruppe, wie Prim. Ao. Univ. Prof. Dr. Sevelda erklärt. So hat die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie ein eigenes Forschungszentrum an der Medizin-Universität in Innsbruck. “Hier gibt es auch überregionale, internationale Studienprojekte, die man gemeinsam mit der deutschen AGO oder der European Society of Gynaecological Oncology durchführt”, erläutert der Vorstand der Österreichischen Krebshilfe. Hier geht es vor allem um Frühformen der Therapie und Fragestellungen im operativen Bereich.

Um die Eierstockkrebsforschung zu unterstützen haben wir das Projekt “Get Wasted – das charity ausmissten” ins Leben gerufen. Alle Infos findet ihr hier. Spendet mit!

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