Weltweit sorgt die #BlackLivesMatter-Bewegung derzeit für Proteste und Aufschrei. Doch um überhaupt annähernd verstehen zu können, wie sich schwarze Menschen in unserer Gesellschaft fühlen, womit sie täglich konfrontiert werden und wie weit Rassismus und Diskriminierung eigentlich zurückreichen, liegt es nun an uns.

Wir müssen uns weiterbilden, in die Geschichte einlesen, hinterfragen und kritisch denken. Deshalb haben wir hier einige Bücher zum Thema Rassismus gesammelt, die uns dabei helfen können, das Grundproblem zu verstehen und rassismuskritisch zu denken, zu diskutieren und zu argumentieren.

Women, Race & Class von Angela Davis

Wer gegen Rassismus ankämpfen will und auch andere zum Umdenken bewegen will, der sollte dieses Buch unbedingt auf seine Leseliste packen. Denn darin rollt Autorin Angela Davis nicht nur die Geschichte schwarzer Frauen in den USA auf, sondern setzt sich außerdem im Detail damit auseinander, wie sich Klassifizierung, Rassismus und Geschlecht im Lauf der Geschichte auf jede Freiheitsbewegung und den Kampf zur Gleichstellung der Geschlechter ausgewirkt haben.

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exit Racism – rassismuskritisch denken lernen von Tupoka Ogette

Rassismus ist tief in der Geschichte der Menschen verankert. Woher das Grundproblem eigentlich kommt und was ihm zugrunde liegt, wird in diesem Buch von Autorin Tupoka Ogette aufgegriffen. Zudem geht es um Selbstreflexion, neue Perspektiven zum Thema und Verhaltenstipps.

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Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten von Alice Hasters

In diesem Buch erzählt die Journalistin und Autorin Alice Hasters davon, wie es ist, als schwarze Frau in Deutschland aufzuwachsen und zu lesen und macht dabei deutlich, wie alltäglich und subtil Rassismus eigentlich sein kann.

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Why I’m no longer talking to white people about race von Reni Eddo-Lodge

Dieses Buch von Kolumnistin und Schriftstellerin Reni Eddo-Lodge zählt zu den Bestsellern. Darin geht es um “White Privilege” in der britischen Gesellschaft. Die gebürtige Londonerin beschreibt in dem Buch, wie das Privileg der Weißen die britische Gesellschaft beeinflusst und gilt als Pflichtlektüre zum Thema Rassismus.

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The Fire Next Time von James Baldwin

The Fire Next Time ist ein Sachbuch von James Baldwin aus dem Jahr 1963. Es enthält zwei Aufsätze: “My Dungeon Shook – Brief an meinen Neffen zum hundertsten Jahrestag der Emanzipation” und “Down at the Cross – Brief aus einer Region meines Geistes”. Während der erste Brief die Rolle der Rasse in der amerikanischen Geschichte behandelt, geht es im zweiten Aufsatz auf Baldwins Erfahrungen als Jugendlicher mit der christlichen Kirche, sowie islamischen Ideen in Harlem.

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How to be an antiracist von Ibram X Kendi

“Nicht rassistisch zu sein ist nicht genug. Wir müssen Antirassist sein.” In diesem mitreißenden Buch zeigt Ibram X. Kendi, Gründungsdirektor des Forschungszentrums für Antirassismus, dass Neutralität keine Option ist, wenn es um Rassismus geht. Denn bis wir Teil der Lösung werden, können wir nur Teil sein von dem Problem. Kendi hilft seinen Lesern dabei zu erkennen, dass jeder manchmal an Rassismus beteiligt ist – und oft, ohne es gar nicht erst zu merken. Er spricht über Mythen und Tabus und thematisiert Problematiken, die entstehen, wenn Rasse sich mit Ethnizität, Klasse, Geschlecht und Sexualität überschneidet.

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