Oktober ist Grusel-Zeit! Darum haben wir hier jetzt auch eine besonders mystische Story für euch parat. In Telford, England, soll der Geist einer Frau sein Unwesen treiben, der regelmäßig Blumen auf fremde Gräber legt. Klingt ja eigentlich ganz freundlich. Doch warum die Geschichte dennoch ein bisschen gruselig ist, lest ihr hier.

Viele Bewohner sind davon überzeugt, den Geist der Dame mit ihren eigenen Augen gesehen zu haben.

Freundlich oder creepy? Geist legt Blumen auf Gräber ab

Die Legende der „Lady of St. Michael’s Churchyard“ gibt es schon einige Jahre. Immer wieder erzählt man sich im beschaulichen Örtchen Medeley in Telford, England die Geschichte einer Frau, die zuerst Blumen auf Gräber legt, die besonders verwahrlost sind und sich dann in Luft auflöst. Unmöglich? Tja, wenn es nach so einigen Anrainern aus dem Ort geht, dann spielt sich diese Grusel-Story immer und immer wieder ab. Der Geist sei real, für Menschen jedoch keine Bedrohung, so die Zeugen, die die Frau mit ihren eigenen Augen gesehen haben wollen.

Wie die selbst ernannte Geister-Expertin Amy Boucher gegenüber dem Shropshire Star berichtet, sei über die Identität der Geisterfrau noch nicht viel bekannt. Eines sei aber gewiss: „Sie spukt auf dem St. Michael’s Churchyard, der sicherlich ein stimmungsvoller Ort ist“, so Boucher. „Es wird häufig berichtet, dass dieses weibliche Wesen über den Friedhof wandert und gelegentlich an bestimmten Gräbern Halt macht, bevor es seinen Weg fortsetzt, um dann an einem der älteren, vernachlässigten Grabsteine Blumen niederzulegen“, so Boucher weiter.

Laut Augenzeugen soll die Geister-Dame, die bereits etwas betagter zu sein scheint, in einem dunklen Mantel, den sie eng um sich geschlungen hat, erscheinen. Es wirke fast so, als würd sie immerzu frieren. Nach einem kurzen Moment, in dem sie innehalten und die Blumen ablegen soll, löst sich die alte Frau angeblich wieder in Luft auf, wie die Legende besagt.

Geister-Dame erscheint am liebsten im Morgengrauen

Wie Boucher erzählt, kommt es im Morgengrauen am häufigsten zu den Sichtungen. Eine Zeit, in der man in der Ruhestätte immer besonders schönes Vogelgezwitscher hört. Für Bewohner und Friedhofsbesucher ist das jedoch keine angsteinflößende Begegnung. „Die Leute sagen, dass sie sich beruhigt fühlen, wenn sie die Dame sehen. Sie fühlen sich besänftigt von ihrer Anwesenheit, was sie auch liebenswerter macht“, wie die Geister-Expertin berichtet.

„Und auch wenn wir nicht viel über diese Frau wissen oder ihre Geschichte kennen, glaube ich, dass das nichts zur Sache tut“, stellt Boucher klar. „Es ist einfach wundervoll zu hören, dass der Friedhof von einem freundlichen Hüter überwacht wird“. Umso besser, wenn es sich dabei auch noch um einen einfühlsamen Geist handelt, der jenen Gräbern Aufmerksamkeit schenkt, die von niemandem mehr gepflegt oder besucht werden.

Der Friedhof in St. Michaels ist laut Boucher ohnehin einzigartig. „Von Mary Tooth – deren Grabinschrift besagt ‚Ihr Krieg ist abgeschlossen‘, bis zum wunderschönen, handgefertigten Mosaikdenkmal für Charles Arthur Turner – ein kleiner Junge, der starb, als er in der Gegend spielte – ist es klar, dass ihre Geschichte durch die Grabsteine ans Licht kommt“, weiß die Geister-Expertin.